NEIN zu einem Retortenquartier ohne Soziokultur

Ein neues Quartier muss belebt werden. Das geschieht nicht einfach so. Damit es zum Leben erweckt werden kann, braucht es eine gute soziale Durchmischung und ein positives Umfeld. Dem neuen Quartier „Papieri“ wird die Zeit fehlen, sich natürlich zu entwickeln. Zug Estates, der Investor der Überbauung Suurstoffi in Rotkreuz, hat beispielsweise eine visionäre Strategie und setzt alles daran, dass sich auf ihrem Areal ein soziokulturelles Leben ohne teure Unterstützung durch die Gemeinde entfalten kann.

Der Unterschied liegt in der aktiven Suche nach Firmen mit Arbeitsplätzen in Produktion und Forschung, der Akquisition von Hochschuldepartementen, der Erstellung begehrter Studenten-WGs, Kindertagesstätten und der optimalen Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz! Der Investor in Cham hat es explizit abgelehnt, das geplante
Gymnasium Ennetsee auf dem Areal unterzubringen.
Unmöglich, nicht denkbar, kein Platz. Was er nicht sagte: zu wenig Rendite!

 

NEIN zum vorhersehbaren Verkehrschaos

1’710 Parkplätze auf dem Papieriareal (davon 210 oberirdisch) stehen in krassem Missverhältnis zur Anbindung an den öffentlichen Verkehr (ÖV). Nur mit Buslinien an der Knonauer- und Sinserstrasse wird kaum jemand das Auto zuhause lassen. Der zusätzliche Verkehr wird das Dorfzentrum von Cham überfluten und den ÖV stark behindern. Wann und ob überhaupt die Umfahrung Cham–Hünenberg (UCH) und das autoarme Zentrum realisiert werden, ist angesichts der Zuger Sparbemühungen höchst fraglich. Hinzu kommt, dass die Quartiererschliessung für Fussgänger und Personen mit Handicap mangelhaft ist. Erreichbarkeit und Durchgängigkeit des Quartiers für Radfahrer lassen nur eine Interpretation zu: kein nachhaltiges Mobilitätskonzept.

 

NEIN zum vorhersehbaren Verkehrschaos

1’710 Parkplätze auf dem Papieriareal (davon 210 oberirdisch) stehen in krassem Missverhältnis zur Anbindung an den öffentlichen Verkehr (ÖV). Nur mit Buslinien an der Knonauer- und Sinserstrasse wird kaum jemand das Auto zuhause lassen. Der zusätzliche Verkehr wird das Dorfzentrum von Cham überfluten und den ÖV stark behindern. Wann und ob überhaupt die Umfahrung Cham–Hünenberg (UCH) und das Autoarme Zentrum realisiert werden, ist angesichts der Zuger Sparbemühungen höchst fraglich. Hinzu kommt, dass die Quartiererschliessung für Fussgänger und Personen mit Handicap mangelhaft ist. Erreichbarkeit und Durchgängigkeit des Quartiers für Radfahrer lassen nur eine Interpretation zu: kein nachhaltiges Mobilitätskonzept.

NEIN zu grösserer Abhängigkeit vom Zuger Finanzausgleich

Mit der Erstellung von 170’000 m2 anrechenbarer Geschossfläche (etwa 700 – 1’000 Wohnungen und 45’000 – 70’000 m2 Arbeitsflächen) werden Menschen nach Cham kommen.
Will die Gemeinde den gestellten Ansprüchen genügen, müssen bald neue Schulhäuser, weitere Infrastrukturbauten und neue Betreuungsangebote finanziert werden. Die zusätzlichen Steuereinnahmen werden die entstehenden Kosten nicht kompensieren und unsere Abhängigkeit vom Zuger Finanzausgleich (aktuell 15 Mio. CHF) wird noch grösser.

NEIN zu einer Mikro – Mehrwertabschöpfung

Mit der Abstimmung über den Bebauungsplan wird an der Urne auch über die Umzonung des Papieriareals entschieden. Damit wird das 12 ha grosse Grundstück mit einem Schlag um „zig“ Millionen aufgewertet. Eine Mehrwertabschöpfung, die diesen Namen verdient, gibt es nicht. Der Investor hat zwar die alten Papierigleise, das Langhaus an der Knonauerstrasse und den Spielplatz Teuflibach der Gemeinde „grosszügig geschenkt“. Mit den Papierigleisen erhält die Gemeinde keinen realen Mehrwert. Der Investor hingegen ist froh, dass er eine Hypothek weniger hat. Das für kulturelle Zwecke vorgesehene Langhaus müsste, um es ganzjährig zu nutzen, total saniert werden. Die Finanzierung soll – ohne gemeindliche Unterstützung – durch Private und Kulturinteressierte erfolgen. Auch der Spielplatz Teuflibach ist kein Geschenk. Er liegt, wie es sein Name sagt, am Teuflibach und ist infolge von Wald- und Gewässerabständen für den Investor nicht sehr interessant.

NEIN zu einem Bebauungsplan ohne zweckmässige Etappierung

Immer wieder versprochene, griffige Bedingungen zur Etappierung gibt es nicht. Entsprechende Einwendungen mit Zwischenzielen im Bereich Verkehr und Energie, mit der Kompensation eliminierter Arbeitsplätze (vorgeschriebene Arbeitsflächen sind kein Ersatz für Arbeitsplätze), mit mehr preisgünstigen Wohnungen, mit der Akquisition innovativer Leadfirmen und Ausbildungsstätten (Gymnasium) wurden vom Investor abgelehnt. Leider hat auch der Chamer Gemeinderat seine Pflicht verletzt, sich mit aller Kraft für eine lebenswerte Stadt und für die zukünftigen Quartierbewohner einzusetzen. Er ist zu rasch eine enge und unkritische Kooperation mit dem Investor eingegangen.

NEIN zu einem Bebauungsplan ohne Energiekonzept

In den Unterlagen zum Bebauungsplan fehlt auch ein nachvollziehbares Energiekonzept. Dafür wird mit dem Aushängeschild 2’000 Watt-Gesellschaft geworben. Ohne ausgewiesene Kompensation im Bereich der erneuerbaren Energien und der grauen Energie ist mit 1’710 Parkplätzen das Ziel einer 2’000 Watt-Gesellschaft illusorisch. Dies ist für eine Energiestadt mit dreifachem Goldlabel inakzeptabel.

DESHALB SAGEN AUCH SIE AM 25. SEPTEMBER

NEIN ZUM BEBAUUNGSPLAN PAPIERIAREAL.