NEIN zur SVP-Familieninitiative

Gerade in der Stadt Zug wird das Wohnen und Leben für wenig- und normalverdienende Familien immer teurer. Gerade die SVP wehrt sich jedoch gegen sinnvolle Massnahmen zur Abfederung des starken Wachstums wie z.B. Zonen für preisgünstiges Wohnen. Im Gegenteil: Die SVP drängt auf höhere Gebühren für Familien (Musikschule, Kinderbetreuung) und senkt die Leistungen für Familien (grössere Schulklassen, kein Hertischulhaus). Die Stadt soll sparen, um die bürgerliche Finanzmisswirtschaft mit Steuergeschenken (Mindereinnahmen von 50 Millionen jährlich) vor allem für Topverdiener, Aktionäre und privilegierte Firmen zu bezahlen, die seit Jahren zu roten Zahlen bei der Stadt führten.
 
Mit ihrer nationalen „Familien“-Initiative gaukelt die SVP nun vor, Familien zu entlasten. Profitieren werden von dieser Steuersenkung im Giesskannenprinzip aber nur Haushalte mit rund 100’000 Franken Einkommen und mehr. 1,4 Milliarden jährlich kostet diese Initiative Bund und Kantone. Geld, das dann fehlen wird, für echte Familienentlastungen: Das schadet dann allen Familien – denen die selber betreuen oder denen, die auf Fremdbetreuung angewiesen sind. Denn wie in der Stadt Zug, wird dann die SVP Sparpakete fordern, die im Endeffekt nicht die Reichen, sondern die Familien am härtesten treffen.
 
 
Stefan Gisler, Kantonsrat Alternativen – die Grünen, Zug