In einem Vorstoss fordert die ALG vom Regierungsrat die Ausarbeitung eines Klima-Massnahmenplans. Im Bericht soll aufgezeigt werden, wie das Ziel der Reduktion des CO2-Ausstosses auf netto null pro Einwohnerin und Einwohner bis 2039 auf wissenschaftlicher Basis erarbeit und umsetzbar ist.

Der Massnahmenplan soll auf wissenschaftlicher Grundlage erarbeitet werden. Er soll ebenfalls darlegen, wie durch konkrete Massnahmen in den CO2- emissionsintensivsten Sektoren, namentlich Verkehr, Gebäude, Industrie, Finanzsektor und Landwirtschaft, das Netto-Null-Ziel erreicht werden kann, dies ohne den Kauf von ausländischen Zertifikaten. Auch die Rolle der Zuger Bevölkerung und des Zuger Wirtschaftsstandorts ist zu berücksichtigen. Die Massnahmen zur Erreichung der Ziele sollen sozial, ökologisch und ökonomisch verträglich sein.

Der Bundesrat hat entschieden, dass die Schweiz bis 2050 keine Treibhausgasemissionen mehr ausstossen soll. Entsprechend dem Klimaabkommen von Paris, müssen die Treibhausgasemissionen bereits bis 2030 im Vergleich zu 1990 um rund 50 Prozent gesenkt werden. Diese Reduktionspläne reichen jedoch nicht aus, um die schlimmsten Auswirkungen der Klimakrise zu verhindern. Gerade Zug als innovative und wirtschaftsstarke Region kann die Chance nutzen, um hier eine führende Rolle einzunehmen. Wie auch der Weltklimarat festhält, müssen reiche und industrialisierte Staaten vor 2050 CO2-neutral wirtschaften und leben. Nettonull 2039 entsprich einer konsequenten Umsetzung des Pariser Klimaabkommens und basiert auf Berechnungen der Klima-Allianz Schweiz.