Heute Morgen trafen Jolanda Spiess-Hegglin, Co-Präsidentin der Alternative- die Grünen Zug, und Andreas Lustenberger, Kantonsrat Alternative – Grüne Fraktion, die Konzernspitze von GlencoreXstrata.

 >> Artikel im greenpeace-magazin >> Artikel in der Neuen Zuger Zeitung >> Artikel auf srf.ch >> Artikel auf "nzz-online" >> Artikel im "Blick am Abend" >> Artikel in "20 Minuten" >> Artikel in der "Economie"

Heute Morgen traf Jolanda Spiess-Hegglin, Co-Präsidentin der Alternative- die Grünen Zug die Konzernspitze von GlencoreXstrata. Der in Zug ansässige Multi steht weltweit in der Kritik, Mensch und Natur in den Abbauregionen auszubeuten. Der Konzern profitiert in Zug und der Schweiz zudem von Steuererleichterungen. 
  

Es ist ein Novum, dass die grössten Kritiker der Geschäftspraktiken des hiesigen Rohstoffhandels von einem Global Player zum Gespräch eingeladen werden. Am Treffen mit Ivan Glasenberg & Co. waren zudem der Zuger Kantonsrat und Co-Präsident der Jungen Grünen Schweiz, Andreas Lustenberger, sowie ein Vertreter der Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien anwesend.  
 
Die Konzernleitung versuchte im Gespräch ihre entwicklungspolitische Funktion in den Abbauregionen darzulegen. GlencoreXstrata sieht sich selber stets im legalen Bereichagierend und wies auf ihr soziales Engagement hin. Auf die zermürbende Kritik, welche in der Schweiz auch von den grossen christlichen Hilfswerken, wie zum Beispiel Fastenopfer kommt, wich die Konzernspitze mehrheitlich aus. Es zeigt sich ein grosses gegenseitiges Misstrauen zwischen globalen Unternehmen und Hilfswerken, welches überwunden werden muss. 

Transparenz und öffentlicher Diskurs gefordert
„Eines unserer Hauptziele war es, GlencoreXstrata zu einem transparenten, öffentlichen Diskurs mit Zug und der ganzen Schweiz aufzufordern“, sagt Jolanda Spiess-Hegglin. „Zudem darf das Demokratiedefizit in den Abbauregionen nicht schamlos ausgenutzt werden. Stattdessen müssen sich globale Multis ihrer Verantwortung bewusst sein und die Strukturen für die lokale Bevölkerung stärken“, ergänzt die Alternativ-Grüne Co-Präsidentin. 

Konzerne durch Gesetze verpflichten
Die Schweiz als Hafen diverser Rohstoffunternehmen muss dafür sorgen, dass Firmen mit Sitz in der Schweiz die Menschenrechte und Umweltstandards weltweit respektieren. Werden diese Standards nicht eingehalten, braucht es rechtliche Konsequenzen. Das gleiche gilt für Steuerhinterziehungen, welche für die Bevölkerung weitreichende Folgen hat. Durch diverse Steuertricks entgehen der lokalen Bevölkerung Millionen, welche dringend benötigt werden. Die effektivste Entwicklungshilfe ist der sofortige Stopp der Ausbeutung der Menschen in den Rohstoffländern.  
 
Weitere Informationen zum Gespräch erhalten Sie jederzeit telefonisch.
 
Jolanda Spiess-Hegglin
Co-Präsidentin Alternative – die Grünen Kanton Zug
078 794 72 07
  
Andreas Lustenberger
Kantonsrat Alternative – die Grünen, Baar
076 523 80 38