Die Alternative-die Grünen des Kantons Zug ist enttäuscht über die denkbar knappe Ablehnung der Harmos-Vorlage. Die vor allem in der Zentral- und Ostschweiz starke Skepsis gegenüber äusseren Einflüssen auf das kantonale Schulsystem hat sich leider ganz knapp durchgesetzt. Paradox ist, dass die Nichtbeteiligung bei Harmos gar keine grossen Folgen in einem Zugerland hat, das vieles bereits umgesetzt hat. Am stärksten dürfte in einem Kanton, in dem ein Drittel der Lehrlinge von auswärts kommen, das Berufsbildungswesen unter dem Nein leiden.
Wir danken den Stimmbürgerinnen und Stimmbürger für die klare Annahme der Verfassungsänderung. Damit wird auch im Kanton Zug der Erhalt des Kantonsbürgerrechtes zu einem Verwaltungsakt,  weil der Regierungsrat und nicht mehr der Kantonsrat zuständig ist. Das bedeutet ein demokratischer und liberaler Fortschritt.
 
Wir bedauern das ebenfalls knappe Nein des Kantons Zug zur IV-Zusatzfinanzierung. Glücklicherweise wurde es auf nationaler Ebene nicht matchentscheidend. Das relativ deutliche Volks- und das knappe Ständemehr für die eidgenössische Vorlage erlaubt es, die Finanzierungsprobleme anzugehen, ohne auf dem Buckel der Schwächsten unsoziale Sparübungen durchzuführen.
 
Was die städtischen Abstimmungen betrifft, freut uns das deutliche Ja zur Ortsplanung. Damit hat die Stadt Zug die Chance, die dramatische Wohnungsnot zu lindern. Erfreulich ist auch das klare Nein zum Umbau des Hauses Zentrum. Das Ja zur „Fallschirm“-Initiative bedauern wir. Die Diskussionen um die skandalösen Boni in der Privatwirtschaft dürfte den Initianten in die Hand gespielt haben, obwohl sich diese in der Boni-Frage bislang nicht besonders profiliert haben.
 
Für die Alternative-die Grünen Zug: Josef Lang (Präsident)