Am vergangenen Freitag führten die Alternativen – die Grünen Kanton Zug eine online Parolenfassung zur Änderung des Steuergesetzes durch. Dieses kommt am 7. März 2021 zur Abstimmung.

Mitten in der Corona-Krise senkt der Kanton Zug die Steuern. Statt einer Stützungsmassnahme, welche die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie lindern könnte, ist die Steueranpassung eine Falle.

Die Vermögenden und Unternehmen, die in der Krise keine Federn lassen mussten oder sogar ihren Umsatz steigern konnten, werden so noch mehr bekommen. Die zahlreichen Betriebe der Gastro-, Tourismus- und Eventbranche stehen unverändert vor existenziellen Schwierigkeiten. Familien mit einem mittleren steuerbaren Einkommen, sowie die Mehrzahl der Unternehmen profitieren wenig bis gar nicht von der Steuersenkung. Im Gegenteil, die so ausfallenden Steuergelder fehlen eventuell für Unterstützungsfonds.

Die Zuger Regierung und die bürgerlichen Parteien versuchen der Bevölkerung weis zu machen, dass mit dieser Senkung die Konjunktur angekurbelt wird. Aber wer bereits viel hat, kauft sich dank einer Steuersenkung nicht auf einmal 50 Gipfeli mehr pro Tag beim Becker. Die Bedürfnisse von Wenigen sind mit weniger Gütern befriedigt als die von Vielen. In anderen Worten: Der Wirtschaft geht es dann gut, wenn es der gesamten Bevölkerung gut geht.

Die Mitglieder der Alternativen – die Grünen sagen deshalb einstimmig NEIN zu dieser Mogelpackung.

Im Vorfeld der Parolenfassung fand ein Online-Podium mit Laura Dittli, Kantonsrätin und CVP Präsidentin, sowie Luzian Franzini, ALG Kantonsrat, statt. Die Veranstaltung kann unter folgendem Link nachgeschaut werden: https://youtu.be/W8T5Oz-ulps