Medienmitteilung

So schlecht wie heute war der Ruf der Briefkastenfirmen noch nie. Und das darf einem Kanton, in welchem auf jeden 15. Einwohner eine Briefkastenfirma kommt, nicht gleichgültig sein. Unsere Motion bietet dem Kanton Zug die Chance, freiwillig auf die Briefkastenfirmen zu verzichten, bevor er, wie es der Schweiz beim Bankgeheimnis passiert ist, dazu gezwungen wird.
 
Die Zuger Regierung wird von der Alternative – die Grünen aufgefordert, eine Gesetzesvorlage vorzubereiten, welche die steuerliche Bevorzugung von Verwaltungsgesellschaften (gemäss §69 des Zuger Steuergesetzes) aufhebt. 
 
Als der Kantonsrat sich im November 2013 weigerte, die Motion der Alternativen Grünen Fraktion betreffend Aufhebung von Steuerprivilegien für Holdings und Briefkastenfirmen an den Regierungsrat zu überweisen, war das weit vor der aktuellen Panama-Affäre. Seither läuft der Countdown für die Briefkastenfirmen, welche einen Teil zur Verschleierung der wirtschaftlich Berechtigten beitragen.
 
«Domizilprivilegien sind ungerecht gegenüber ausländischen Gemeinwesen, denen so ein wesentlicher Teil des Steuersubstrats entzogen wird. Sie sind aber auch ungerecht gegenüber inländischen Firmen, die gegenüber ausländischen Firmen mit Sonderbehandlung benachteiligt werden.»
 
Andreas Lustenberger, Kantonsrat