Auch Ungleichbehandlung von in- und ausländischen Firmen ist überholt.

Die Alternative Kanton Zug unterstützt die heute von der SP Kanton Zug angekündigte Volksinitiative für die Abschaffung der Pauschalsteuer (sollte nicht bereits der Kantonsrat diesen Schritt vornehmen). Spätestens nach der Annahme der Volksinitiative der Zürcher Alternativen am 8. Februar 2009 ist klar, dass die Ungleichbehandlung von in- und ausländischen Personen nicht mehr haltbar ist –aus Gründen der Steuergerechtigkeit gegen aussen wie gegen innen.

Das gleiche gilt für die juristischen Personen, insbesondere die Domizilgesellschaften (Tausende von Briefkastenfirmen, die im Kanton Zug keine Ertragssteuer und eine sehr geringe Kapitalsteuer bezahlen müssen, aber Wirtschaftsanwälte um so mehr alimentieren). Deshalb hat die Alternative Kanton Zug letzten Monat einen Vorstoss zur Abschaffung des Domizilprivilegs angekündigt. Für dieses gilt dasselbe wie für die Pauschalsteuer: In-und ausländische Firmen ungleich zu behandeln, ist nicht nur ethisch fragwürdig. Es ist auch realpolitisch unhaltbar geworden. Der Druck auf die Steuerprivilegien wird ebenso gross werden, wie der auf das  Bankgeheimnis heute ist. Da ist es gescheiter, die Zuger Behörden wiederholen nicht den gleichen Fehler wie die Bundesbehörden. Es ist besser, rechtzeitig auf überholte Steuerpraktiken zu verzichten, als zu spät unter Druck handeln zu müssen.
 
Für die Alternative Kanton Zug
Jo Lang, Präsident