Kanton und Pensionskasse sind finanziell gesund. Es ist wirtschaftlich unnötig, die Renten der über 7000 Versicherten der Zuger Pensionskasse um bis zu 20 Prozent zu kürzen. Zudem wird der Teuerungsausgleich auf die Renten de facto abgeschafft und das Rentenalter erhöht. Die Alternativen unterstützten daher die Personal- und Berufsverbände der Versicherten und sagen mit ihnen Nein zur Revision der Zuger PK.

Bereits die Rentenreform der Regierung hätte Leistungseinschränkungen mit sich gebracht. Die Versicherten akzeptierten diese Anpassungen. Doch dann verschlechterte eine Mehrheit von bürgerlichen Kantonsratsmitgliedern gegen den Willen von Regierung und Finanzdirektor die Leistungen nochmals. So wäre die Zuger PK schlechter als die meisten Kassen anderer Kantone. Und schon heute bieten vergleichbare Zuger Unternehmen bessere PK-Leistungen.

Immer wieder reden Rechtsbürgerliche von einem attraktiven Standort Zug. Gerade die Versicherten tragen zu diesem bei. Es sind Krankenschwestern, Werkhofangestellte, Polizisten, Kindergärtnerinnen, die für unsere Sicherheit, Gesundheit oder Bildung sorgen. Diese Menschen haben keine so massiven Rentenkürzungen verdient. Eine faire Rente nützt der ganzen Gesellschaft. Diese Revision hätte zudem eine fatale Signalwirkung. Andere Arbeitgeber könnten auch Rentenkürzungen in Betracht ziehen.

Ist es richtig, dass eine Hebamme mit ihrer gekürzten Rente Steuergeschenke für einen Multimillionär quersubventioniert? Aus Sicht der Alternativen ist es stossend, dass dieselben rechtsbürgerlichen Rentenkürzer gleichzeitig die Steuern für Millionäre und Aktionäre mittels der nächsten Steuergesetzrevision erneut senken wollen. Wir Alternativen rufen alle sozial denkenden Zugerinnen und Zuger auf, den Rentenabbau abzulehnen.

Josef Lang, Nationalrat und Präsident Alternative Kanton Zug,
Stefan Gisler, Kantonsrat und Mitglied der vorberatenden PK-Kommission