Die Schweizer Grünen schaffen es, gleichzeitig zwei eidgenössische Volksinitiativen zustande zu bringen. Innert 18 Monaten kamen für die Grüne Wirtschaft und den Atomausstieg 260‘000 Unterschriften zusammen. Dies ist umso beachtlicher, als andere Parteien nicht einmal eine Initiative schaffen.
 
Die Mitglieder der Alternative-die Grünen Zug haben die grösste Anzahl Unterschriften gesammelt, die in diesem Zeitraum je eine Zuger Partei gesammelt hat: 5286. Für die Grüne Wirtschaft sammelten wir 2984 Unterschriften, für den Atomausstieg 2302 Unterschriften. Vor allem beim Atomausstieg, deren Sammlung anfangs Juli gestoppt wurde, dürften noch einige dazu kommen. Zu den gut 5000 Unterschriften hat der sammelerprobte Co-Präsident der Grünen Schweiz, Jo Lang, allein etwa 1600 beigesteuert. Weitere 1000 sammelten die Jungen Alternativen, die in den letzten Sommertagen täglich für unsere Grünen Anliegen auf Zugs Plätzten unterwegs waren.  Aber so viele Unterschriften lassen sich nur sammeln, wenn die Bürgerinnen und Bürger auch unterzeichnen. Ihnen allen wollen wir an dieser Stelle noch einmal danken.
 
Die vorgegebenen Sammel-Quoten waren für uns Zuger besonders hoch, weil wir im schweizerischen Vergleich überdurchschnittlich viele Mitglieder haben. Rechnet man die 5286 Unterschriften, welche die Zuger Grünen gesammelt haben,  auf die ganze Schweiz hoch, kommt man auf etwa 370‘000 Unterschriften. Das würde für drei eidgenössische Initiativen reichen.
 
Die beiden Initiativen sind für den Kanton Zug besonders brisant. Der Atomausstieg, weil die Atomlobby-Organisation Aves hier ihren Sitz, ihr Präsidium und Sekretariat hat. Die Grüne Wirtschaft ist aus zugerischer Sicht wichtig, weil es hier etliche Betriebe gibt, welche nachhaltige und ressourceneffiziente Produkte herstellen und Dienstleistungen anbieten. Andererseits verfolgt die Grüne Wirtschaft das globale Ziel einer drastischen Reduktion der Ressourcenverschwendung und des Ausstiegs aus den fossilen Brennstoffen. Zug ist Zentrum eines Rohstoffhandels, der höchst unökologisch ist.
 
Die Alternative-die Grünen Zug betrachten die hohen Unterschriftenzahlen als Auftrag und Chance, während des Abstimmungskampfes in zwei bis drei Jahren auch im Kanton Zug für den Atomausstieg und für eine ökologische Wirtschaft besonders aktive Kampagnen zu machen.
 
 
Für die Alternative – die Grünen Zug
Barbara Beck-Iselin und Andreas Hürlimann, Co-Präsidium