Medienmitteilung der Jungen Grünen

Die Jungen Grünen sind enttäuscht vom Entscheid der Delegiertenversammlung der SP Schweiz, dem Referendum gegen die Verschärfungen im Asylwesen die Unterstützung zu verweigern. Offenbar haben die Genossinnen und Genossen kalte Füsse bekommen. Wir lassen uns jedoch nicht beirren: Der Einsatz der Jungen Grünen geht weiter, wie die zahlreichen Aktionen des heutigen Tages (01.12.) belegen.
 
„Die SP Basis lässt sich vom taktischen Wirrwarr der gleichen ‚Meisterstrategen‘ täuschen, welche bereits die Vorstände von Amnesty Schweiz und der SFH zu einem Nein bewogen haben“, kommentiert Andreas Lustenberger, Co-Präsident der Jungen Grünen Schweiz, den heutigen Entscheid der SP-Delegierten.
 
Anscheinend wird bei der SP opportunistische Taktik höher geschrieben als das Einstehen für die eigenen Grundwerte. Der heutige Entscheid ist ein Steilpass für weitere Verschärfungen im Asylbereich. Die rechtsbürgerlichen Parteien wie die SVP oder die GLP, werden mit dem Finger auf eine uneinige Linke zeigen. Die SP hat es verpasst, ein kämpferisches Signal in die richtige Richtung zu senden.
 
Aktion zum nationalen Sammeltag in Luzern
Am heutigen zweiten nationalen Sammeltag waren trotz Kälte unzählige Menschen für das Asylreferendum auf den Schweizer Strassen anzutreffen. Noch sind wir von den benötigten Unterschriften ein grosses Stück entfernt, gemeinsam werden wir das angestrebte Ziel jedoch erreichen.
 
In Luzern wiesen die Jungen Grünen die Bevölkerung in einer kleinen Aktion auf die Verschärfungen hin. In einer Protestkundgebung hielten sie den verantwortlichen Politikern den Spiegel vor. Sinnbildlich wurden Asylsuchende von rechtsbürgerlichen Parteien durch die Luzerner Altstadt getrieben. Die Jungen Grünen empfinden die derzeitige Asylpolitik in der Schweiz als diskriminierend, unmenschlich und ethisch verwerflich.