Medienmitteilung Alternative – die Grünen Baar

Mehr als 50 Millionen Menschen sind derzeit weltweit auf der Flucht. Die meisten von ihnen in den angrenzenden Nachbarstaaten. In diesem Jahr haben bisher über eine Million Menschen – Kinder, Frauen und Männer, den Weg nach Europa gewählt. Die allermeisten kommen aus den Bürgerkriegsländern des Nahen und Mittleren Ostens, sie fliehen auch vor dem blutigen Terror des sogenannten Islamischen Staates. Alle Länder Europas müssen ihren Beitrag zur Bewältigung dieser humanitären Krise leisten, auch die Schweiz – mit Hilfe vor Ort, aber auch mit Engagement hier im Kanton Zug. Die Alternative – die Grünen Baar unterstützt daher die Realisierung einer Asylunterkunft auf dem Areal der Firma Hotz Obermühle AG. Es ist ein aktives Zeichen der Solidarität der Gemeinde Baar mit Menschen in Not. 
 
Die geplante Unterkunft in Form von vorgefertigten Modulen ist eine sinnvolle Lösung. Sie kann rasch realisiert werden, sie benötigt zudem keinen bestehenden Wohnraum. 
 
Die Alternative – die Grünen ist gewillt in Baar eine Begleitgruppe mit zubilden. In dieser sollen neben der Gemeinde, dem Kanton, den Eigentümern und Betreibern der Unterkunft auch die Parteien, die Kirchen sowie die Nachbarschaft und weitere Interessierte vertreten sein. Die IG Zentrum Gubel in Menzingen hat in unserem Kanton diesbezüglich Vorbildcharakter. Mit vielen Freiwilligen soll eine Brücke geschlagen werden zwischen der ansässigen Bevölkerung und den Asylbewerbern. Begegnungen und Aktivitäten sollen Vorurteile abbauen und Verständnis für die Asylsuchenden Menschen wecken. Nicht Angst soll unser Handeln bestimmen, sondern menschliche Offenheit und die konstruktive Auseinandersetzung mit einer weltweiten Herausforderung, das vor unserer Tür nicht Halt macht. 
 
Andreas Lustenberger, Kantonsrat