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Bauen: Natürlich und hochmodern zugleich

Seit diesem Sommer ist er in Betrieb und macht Freude: Der neue Doppelkindergarten im Hasenberg in Steinhausen. Er ist in mehrerer Hinsicht vorbildlich. Gestützt durch die Beschlüsse der Gemeindeversammlung war klar, den in die Jahre gekommenen Kindergarten soll durch einen Ersatzneubau aus Holz zu ersetzt werden. Ganz speziell zu erwähnen ist, dass bei diesem nachhaltigen Bau vorwiegend Holz aus dem heimischen Steinhauser Wald verwendet wurde. Insgesamt wurden rund 280 vom Förster geschlagene Bäume weiterverarbeitet und anschliessend verbaut. Der Steinhauser Wald liegt rund 1.5 Kilometer entfernt vom Standort des Kindergartens. Das Sägewerk, welches für den Zuschnitt verantwortlich war, liegt rund13 Kilometer entfernt und der Holzbauer welcher die Elemente vorgefertigt hat, ist in rund 10 Kilometer Entfernung beheimatet. Auch der Beton kommt aus dem lokalen Werk. Wir haben viel Wert auf eine rundum nachhaltige Erstellung und ideale Voraussetzungen für einen optimalen Betrieb gelegt. Zudem ist das Minergie A-Eco zertifizierte Kindergartengebäude auch architektonisch gelungen und bietet viel Platz mit offenen und lichtdurchfluteten Räumen für zwei Kindergarten-Klassen, einem Förderraum sowie die benötigten Zusatzräumen wie Küche, Toiletten und Technikräumen.

Die positiven Eigenschaften des Holzes sprechen für sich und für die Verwendung bei einem Bau wie diesem. Ich bin der Meinung, dass noch für viele Bauten das Baumaterial Holz in Frage kommen müsste. Bauten aus Holz atmen und dank einer thermischen Isolation gewährleisten sie über das ganze Jahr eine optimale Atmosphäre. Im Sommer bleibt die Hitze draussen und im Winter bleibt sie im Inneren erhalten. Dies wirkt sich auch positiv auf den Energieverbrauch aus. Zudem ist die Raumakustik hervorragend, selbst am Tag der offenen Türe vor zwei Wochen war der Lärmpegel in den Kindergartenräumen sehr angenehm.

Im Zentrum der verschiedenen Minergie-Standards steht der geringe Energieeinsatz und wohnlicher Komfort. Je nach Kategorie steigen die Anforderungen. Und wer im anspruchsvollen Minergie-A-Eco-Standard bauen möchte, muss noch weitere Elemente beachten. Die wichtigsten Eckpunkte eines solch nachhaltigen Bauprojekts: Minimaler Energiebedarf nach Minergie-A-Standard, umweltfreundliche und regionale Baustoffe, Vermeidung von Mensch und Umwelt schädigenden Stoffen sowie ein kleinstmöglicher Einsatz an Grauer Energie. Graue Energie beziffert in diesem Fall jene Energiemenge, die von der Herstellung der Baustoffe bis hin zum möglichen Recycling des Baus benötigt wird. Und diese ist hier vergleichsweise mehr als gering. Der Kindergarten Hasenberg ist das erste Minergie-A-Eco Schulgebäude im Kanton Zug.

Holz ist ein ökologischer, natürlicher und zugleich hochmoderner Werkstoff – ein perfekter Baustoff für innovative und zukunftsorientierte Bauprojekte. Ich wünsche mir, dass dieser auch bei weiteren Bauten von Gemeinden oder bei Bauvorhaben des Kantons Schule macht!

2018-09-28T13:02:06+00:00 29.09.2018|Umwelt, Energie|