Am 21. Mai stimmen wir unter anderem über die Wohnrauminitiative ab. Die Wogen zumindest in den Leserbriefspalten und auf den Plakatständern an den Strassenrändern gehen hoch. Die Initiative macht auf die Tatsache aufmerksam, dass Zugs Steuerpolitik der letzten Jahrzehnte entsprechendes Publikum angezogen und der Markt wahrlich gespielt hat: die Wohnraumpreise sind in die Höhe geschnellt wie sonst nirgends in der Schweiz. Und auch heute noch sind die Preise hoch wie der Artikel der Zuger Zeitung vom 26. April 2017 auf S. 13 gut aufzeigt. Für immer mehr Zugerinnen und Zuger hat es sich dann «ausgezugert». Die bisher getroffenen flankierenden Massnahmen bezüglich Wohnraumpreise scheinen nicht zu genügen. Also braucht‘s bessere und griffigere Massnahmen. Und genau das fordert die Initiative. Sie ist in ihrer Form als allgemeine Anregung ausgearbeitet – daher mit der Annahme wird die Zuger Politik beauftragt, bessere und griffigere Gesetze zu machen: Ja, das find ich gut. Das Argument, dass 27% der Wohnungen im Kanton Zug schon «preisgünstig» seien ist lächerlich und eine Schlaumeierei: 27% der Wohnungen sind 20% günstiger als die übliche Marktmiete – und jetzt? Ist die übliche Markmiete hoch – und das ist sie im Kanton Zug – dann heisst das, dass 27% der Wohnungen nicht einfach «sehr teuer», sondern nur «teuer» sind – aber sicherlich nicht «preisgünstig». Ich finde, es braucht bessere und griffigere flankierende Massnahmen – sie sollen erarbeitet werden. Darum stimme ich am 21. Mai mit Überzeugung Ja zur Wohnrauminitiative.

Anastas Odermatt, Kantonsrat Alternative – die Grünen, Steinhausen