Seit Mai stehen die E-Trottinette erst in Zug und dann auch in den Gemeinden Baar, Cham sowie Risch zur Verfügung und erfreuen die Nutzer, die schnell von A nach B kommen möchten. Für manche sorgen sie aber auch für Unmut, wenn mit den Trottinetten auf dem Trottoir gefahren wird. Leider wird oft ignoriert, dass für diese E-Trottinette dieselben Regeln wie für Velos gelten. Sie müssen auf Velowegen fahren und wo keine vorhanden sind, ist auf der Strasse zu fahren. Damit es den E-Trottinett-Benutzern einfacher fällt, die Regeln einzuhalten, ist es nun umso wichtiger und dringender, ein direktes, durchgehendes und komfortables Veloverkehrsnetz zu fördern. Velowege sollen wo möglich getrennt von Auto und Fussgänger geführt werden. Beim Bau von Strassen wird immer erst fürs Auto geschaut. Wenn dann noch Platz übrig ist, kommt das Trottoir und dann falls möglich noch etwas fürs Velo. Die Prioritätensetzung sollte überdenkt werden. Weiter ärgert viele, dass die E-Trottinette überall hingestellt werden, wo sie teils im Weg stehen. Auch für Velos fehlen gute und überdeckte Veloabstellplätze. Es braucht mehr Veloparkplätze, wo auch gleich die E-Trottinetts hingestellt werden könnten. Neu gibt es auch noch E-Bikes zum Ausleihen. Nochmals ein Grund mehr, vorwärts zu machen mit der Veloförderung!

Die Grünen – Die Alternativen haben letztes Jahr zusammen mit dem VCS und Pro Velo eine Velonetz-Initiative lanciert, die genau diese Punkte aufnimmt. Zur Förderung einer nachhaltigeren Mobilität mit weniger Autos aber mehr Velos, Fussgänger und Trottinetts. Das ist besser für die Gesundheit und die Umwelt.

Stéphanie Vuichard, Kantonsrätin, Nationalratskandidatin Alternative – die Grünen, Zug