Die massiven Überschüsse bestätigen, was die Alternativen-die Grünen bereits seit Jahren betonen:  Die Sparprogramme der letzten Jahre basierten auf unbegründeter Panikmache und wären in dieser Form nicht nötig gewesen. Zudem bestätigt sich erneut, dass es im Kanton Zug nicht an den Finanzen für zukunftsgerichtete Investitionen fehlt, sondern am Wille. Die ALG werden Anträge für zukunftsgerichtete Investitionen wie den ökologischen Umbau unserer Wirtschaft stellen. Im Kampf gegen die Klimakrise kann der Kanton Zug als finanzstarker und innovativer Kanton eine entscheidende Rolle spielen. Mit den Überschüssen und dem massiven Eigenkapital soll der Kanton Zug nun schneller als erst bis 2050 CO2-Neutral werden. Die Überschüsse sollten auch in die Förderung von bezahlbarem Wohnraum und in Projekte für die Gleichstellung investiert werden.

Die Steuerpolitik der nächsten Jahre muss sich an den Entwicklungen in anderen Kantonen orientieren, welche teilweise aufgrund der Covid19-Krise mit massiven Mindereinnahmen rechnen. Auch die Gemeinden geraten aufgrund der wirtschaftlichen Rezession und neuen Sozialhilfekosten von bis zu 1.3 Milliarden Franken (Schätzung der SKOS) und Mindereinnahmen zusätzlich unter Druck. Eine weitere Steuersenkung sendet ein fatales Signal an diese Kantone und Gemeinden. Das Anheizen der Tiefsteuerpolitik führt zudem dazu, dass aufgrund des Zuzugs von Unternehmen die Mietpreise für die Zuger Bevölkerung weiter steigen wird. Da in den Prognosen, in welchen die geplante Steuersenkung (gegen welche aktuell das Referendum gesammelt wird) bereits eingerechnet ist, wäre der Spielraum für zukunftsgerichtete Investitionen zugunsten von Mensch und ohne Steuersenkung noch höher.