Der Bundesrat hat an der Sitzung vom letzten Freitag entschieden, die seit 2003 verschlossenen Archive zur Zusammenarbeit der Schweiz mit dem Apartheid-Regime zu öffnen. Die Alternativen – die Grünen Zug begrüssen diesen Schritt, der zu einer lückenlosen Aufarbeitung führen muss und auch die Kollaboration von Zuger Firmen und Personen aufzeigen wird.
 
Der Bundesrat hat letzten Freitag entschieden, die Archive zu den Kapital-, Exportund den anderen Geschäften der Schweiz mit Südafrika zu öffnen. Dies, nachdem sie 2003 verschlossen wurden aus Angst, wirtschaftlichen Schaden davon zu tragen. Dieser längst überfällige Schritt ist begrüssenswert, denn nur durch eine lückenlose Aufarbeitung können aus gemachten Fehlern die richtigen Schlüsse für die Zukunft gezogen werden. 
 
Kollaboration mit Apartheid Regime
Als Standort des Marc Rich-Konzerns, welcher den Erdölboykott für das rassistische Regime gekonnt umging, ist auch der Kanton Zug in diese Kollaboration verstrickt. Wie der Nationale Forschungsbericht NFP42+ gezeigt hat, handelt es sich dabei nicht nur um Zuger Unternehmen, sondern auch um Vertreter aus der Politik. In einer Interpellation der Alternativ-Grünen Fraktion im Kantonsrat Zug nach dem Tod des südafrikanischen Freiheitskämpfer Nelson Mandela, zeigte sich der Zuger Regierungsrat sehr unkritisch über die Zuger Verstrickungen mit dem Apartheid-Regime. 
 
Mit dem aktuellen Entscheid hoffen die Alternativen – die Grünen Zug, dass ein dunkles Kapitel der Schweizer Geschichte komplett aufgearbeitet wird. Dieunzähligen Opfer in Südafrika und ihre Angehörigen haben dies verdient. Aus den Ergebnissen müssen für die Zukunft die richtigen Schlüsse gezogen werden, umsolche Machenschaften in Zukunft mit allen möglichen Mitteln zu verhindern.  
 
Links:
 >> Mitteilung Bundesrat, Juni14 >> Interpellation Alternativ-Grüne Zug, Dezember13 >> Votum Andreas Lustenberger, Januar14 >> Medienmitteilung auf Antwort des Regierungsrates, Januar14