Wie Sie vielleicht schon gehört und am Mittwoch 1.9. in der Neuen Zuger Zeitung gelesen haben, wurde von der Vorberatenden Kommission des Kantonsrats beschlossen, die Arbeit der Kommission Gleichstellung in keiner Art mehr weiter zu führen. Am 30. September wird das Geschäft im Kantonsrat behandelt. Alle Vorlagen zum Thema finden Sie unterhttp://www.zug.ch/search  (im Feld „suchen“ „Chancengleichheit" eingeben).
 
Folgend die Beschlüsse zusammengefasst:
 
Die vorberatende Kommission schlägt vor:
– Die Gleichstellungskommission soll nicht weiter geführt werden, die auf 4 Jahre befristete Arbeit soll Ende 2010 beendet werden.
– Der Antrag der Regierung, die Kommission für Chancengleichheit von Frau und Mann (so sollte sie neu heissen) für weitere 8 Jahre weiter zu führen, wird abgelehnt.
– Bei der Prüfung von vielen Möglichkeiten für eine andere Lösung, hat die Vorberatende Kommission folgende Variante als die Beste auserkoren: Eine fachlich unabhängige Fachstelle für Chancengleichheit mit 100 Stellenprozenten (administrative Unterstellung bei der Staatskanzlei). In der Schlussabstimmung wird sie jedoch dem Kantonsrat zur Ablehnung empfohlen (mit 9:5 Stimmen).
 
Nun hat die Kommissionsminderheit (5 Frauen und Männer) einen Gegenantrag eingereicht. Sie möchten eine Fachstelle  mit 100 Stellenprozenten innerhalb der Verwaltung (ohne fachliche Unabhängigkeit) erwirken und sie haben eine entsprechende Vorlage ausgearbeitet.
 
Viele Frauen und Männer sind aufgebracht, nicht nur über die Entscheide, sondern auch über das Vorgehen der vorberatenden Kommission. Die Rolle, die einzelne Kantonsräte und –rätinnen gespielt haben, wird als berechnend und unbegreiflich beurteilt.
 
Unterstützung ist nötig!! Wir sind Ihre/ eure tatkräftige Unterstützung bei folgenden Schritten:
 
•    Die Medien wurden angegangen und werden hoffentlich noch differenziert berichten
 
•    Es gibt eine Website zum Thema, da sollen alle Aktualitäten ersichtlich sein: www.chancengleichheit-in-zug.ch   
•    Auf der Website sollen Frauen und Männer sich mit Namen eintragen können und damit zeigen, dass das Anliegen unterstützen. Wir informieren, sobald wir online sind. Wir hoffen, wir erreichen Sie wieder mit dem selben E-Mailverteiler
Organisationen, die sich mit ihrem Logo oder ihren Namen auf der Website eintragen wollen, senden ihre Angaben an info@frauenzentralezug.ch
 
•    Es soll ein Namensinserat in den Zuger Zeitungen gemacht werden, die Namen auf der Website können dazu gebraucht werden. Sie klicken an, ob Sie das wollen oder nicht.
Für Inserat und Website suchen wir noch Leute und Organisationen, die helfen die Kosten zu tragen,  Meldungen auch an info@frauenzentralezug.ch
 
•    Jede und jeder von uns soll die Kantonsräte/rätinnen der eigenen Gemeinde und diejenigen, die wir persönlich kennen ansprechen und sie auffordern, auf die Vorlagen einzutreten und den Antrag des Regierungsrates "Weiterführung der Kommission",  und / oder den Minderheitsantrag zu unterstützen. Die Kantonsräte bekommen auch noch einen speziellen Brief, auf den hingewiesen werden kann; er wird auf der Website aufgeschaltet.
 
•    Am 30. September vormittags gehen wir alle an die Kantonsratssitzung im Regierungsgebäude. Wir treffen uns um 8.30 vor dem Regierungsgebäude.
 
•    Bitte informieren Sie sich immer wieder auf der Website, wir werden laufend Infos aufschalten
 
 
Wir bleiben dran!!
 
Im Namen vieler aktiven Frauen und Männer aus allen politischen Lagern
 
PS: Bitte die Informationen weiter verbreiten!