Die Zuger Alternativen, die seit 1983 die Crypto verfolgen, sind entsetzt darüber, dass die Schweiz in vollem Bewusstsein über den systematischen Missbrauch der Neutralität durch den CIA, beim skandalösen Geheimprojekt mitgemacht hat.

Damit war die Schweiz Mittäterin bei einer neutralitätswidrigen Operation, die nur in der Schweiz gestartet und durchgeführt wurde, weil sie offiziell neutral ist. Verletzung und Missbrauch der Neutralität sind umso schwerwiegender, als beispielsweise 1989 die GSoA-Initiative mit dem Argument bekämpft wurde, die Neutralität verpflichte zu einer Armee.

Wir bezweifeln, dass politische Verantwortungsträger nicht informiert gewesen seien. So stellten im Kanton Zug die CVP (1952 bis 2002) und die FDP (1992 – 2018) mindestens einen Verwaltungsrat. Das Verwaltungsratspräsidium lag von 1970 bis 2002 in den Händen ehemaliger Zuger Stadtpräsidenten, 2002 bis 2016 in denen eines Nationalrats, der 15 Jahre lang Regierungsrat gewesen war. Es steht fest, dass 1994 der damalige Verwaltungsratspräsident Walther A. Hegglin und der Verwaltungsrat Georg Stucky vom Crypto-Geschäftsleiter Michael Gruppe über die Besitzverhältnisse informiert wurden. Dass in der Landesregierung mindestens Bundesrat Kaspar Villiger wusste, dass die Crypto dem CIA gehörte, liegt auf der Hand.

Sollten die Geheimdienste völlig eigenmächtig gehandelt haben, hätten sie die Schweiz zu einer Bananenrepublik degradiert.
Wir Alternativen sind entsetzt darüber, dass nicht volle Transparenz hergestellt wird. Wir fordern die Veröffentlichung des Berichts Oberholzer. Angesichts der Enthüllungen wie auch der Verhüllungen bleibt eine PUK aktuell. In einer Demokratie gibt es nichts Wichtigeres als die Demokratie. Dazu gehört die Transparenz. Schliesslich kommt Republik von Res Publica.

Die Alternative-die Grünen Zug werden weiter kämpfen für die Neutralität, die Demokratie und dessen Sauerstoff, die Transparenz.
Am 29. Oktober organisierten die Alternative-die Grünen Zug und die Junge Alternative einen Diskussionsabend zur Crypto, mit Referaten von Chris Blumer, Res Strehle und Jo Lang. Die Diskussion kann nachträglich hier verfolgt werden. Am 26. November wird der Zuger Kantonsrat über unsere Crypto-Interpellation debattieren.