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Das Unterfeld ist gescheitert

Die Stimmberechtigten von Zug haben den Bebauungsplan Unterfeld zwar knapp angenommen, die Baarer haben den Bebauungsplan jedoch knapp abgelehnt. Damit ist der Bebauungsplan gescheitert. Die schönen Bilder und Versprechungen der Eigentümer haben die Bewohnerinnen und Bewohner nicht überzeugt.

Folgende Argumente der Alternativen – die Grünen der Stadt Zug haben die Bevölkerung zu einem NEIN bewogen:

  • Die sechs gewaltigen Hochhäuser und die fünfzehn Sockelbauten sind für das gewachsene Ortsbild von Zug und Baar viel zu wuchtig.
  • Das Verkehrskonzept hat eine zu starke Ausrichtung auf dem motorisierten Verkehr und ein Kolllaps des Verkehrsnetzes war zu befürchten. Eine gute Anbindung für das Velo und den öV wird zu wenig beachtet.
  • Die Gewerbeflächen sind für kleine, einheimische Unternehmen zu teuer oder aufgrund der Lage unattraktiv. Damit ist zu befürchten, dass keine funktionierende Erdgeschossnutzung möglich wird.
  • Die Eigentümer wollen sich zwar an der Nachhaltigkeit orientieren. Mit welchen Kriterien sie dies aber einlösen, bleibt unklar.

 

Es steht fest, dass ein neues Projekt für das Unterfeld geplant werden muss. Wir hoffen, dass die Eigentümer aus dem NEIN der Bevölkerung ihre Lehren ziehen und bei der Neuplanung nicht nur mit schönen Bildern und Konzepten argumentieren, sondern Rücksicht auf die Umgebung, die anliegenden Quartiere und die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner nimmt. Die Fläche soll mit preisgünstigen Wohnungen überbaut werden, wie es die Bauordnung vorsieht. Es macht aber Sinn, dass die Wuchtigkeit der Baukörper, das Verkehrskonzept, die Nachhaltigkeit der Überbauung und der Nutzen für Gewerbe und Öffentlichkeit neu überdenkt werden.

Die Alternativen – die Grünen der Stadt Zug werden sich an diesem Prozess mit ihren Vorstellungen einbringen.