Die Einstellung des dreijährigen Versuches der Buslinie 44, die Hünenberg See und Hünenberg Dorf verbindet, ist verheerend für die Gemeinde Hünenberg.

Es ist die einzige direkte Verbindung per ÖV zwischen den zwei Gemeindeteilen und die Benutzungsstatistik seit dem Beginn der Versuchsphase stimmte optimistisch für die Zukunft. Umso mehr wenn man in Betracht zieht, dass es erfahrungsgemäss mindestens drei Jahre „Angewöhnungs­zeit“ braucht, um das volle Kundenpotenzial auszuschöpfen. Gesellschaftspolitisch ist es zudem ein falsches Signal, ein genügend genutztes ÖV-Angebot aus rein finanziellen Überlegungen zu opfern  bzw. stark zu redimensionieren. Für den Zuger ÖV insgesamt ist diese Weichenstellung ein schlechtes Zeichen: Die Benutzung des ÖV wird erschwert, somit weniger attraktiv gemacht und die Benutzer vermehrt dazu motiviert, Wegstrecken mit dem eigenen Auto oder mit dem Elternauto (im Falle von Schülerinnen) zu bewältigen. Gleichzeitig macht es auch klar, was die Konsequenzen der bisherigen Steuerpolitik wirklich sind: Entlastung der Unternehmen und der sehr gut Verdienenden, im Gegenzug aber Belastung von breiten Schichten der Bevölkerung durch Angebotsreduzierung bei öffentlichen Dienstleistungen.

Grünes Forum Hünenberg

Rita Hofer, Kantonsrätin

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