Medienmitteilung zu den Abstimmungsergebnissen vom 22. September

Mit dem heutigen wuchtigen JA von über 80% zum neuen Wahlsystem für den Zuger Kantonsrat sagt das Volk JA zu fairen Wahlen. Die Alternativen – die Grünen des Kantons Zug sind sehr erleichtert über dieses Resultat und deuten dies als Zeichen, dass die Bevölkerung von den Machtspielen gewisser Parteien genug hat. 
 
Das Stimmvolk hat deutlich gesprochen. Von nun an wird bei den Kantonsratswahlen jede Stimme gleich viel Gewicht haben, so dass nun auch Minderheitsparteien eine Chance erhalten, vermehrt politische Verantwortung zu übernehmen. Der Zuger Politlandschaft wird dieser Entscheid gut tun. Dorfkönige und ihre Parteien haben ihren Thron nun nicht mehr auf Lebzeiten auf sicher. Dieses JA der Zuger Bevölkerung zeigt, dass der Einsatz der Alternativen – die Grünen und deren zweifacher Gang vors Bundesgericht absolut notwendig war. Das Resultat zeugt von wuchtiger Deutlichkeit! Die Bevölkerung macht bei den politischen Machtspielen bürgerlicher Parteien nicht mehr mit. Der Einsatz für Gerechtigkeit hat sich gelohnt, auch wenn uns zeitweise ein eisiger Wind entgegen geblasen hat.
 
Das Nein zum Integrationsgesetz macht es für die Zugewanderten schwerer
Die Alternativen – die Grünen des Kantons Zug bedauern die Ablehnung dieses wichtigen Gesetzes sehr. Das Nein zum Integrationsgesetz ist ein negatives Zeichen an die ausländische Bevölkerung. Diese werden zwar zum Arbeiten gebraucht, ja geholt, aber der Staat unternimmt nichts oder nur wenig, dass die Zugewanderten gut Fuss fassen können. Das Nein kann als ablehnende Haltung gegenüber der ausländischen Bevölkerung aufgefasst werden, was für eine friedliches Zusammen- und Miteinanderleben nicht förderlich ist. Allzu viele Personen haben sich von den unwahren Slogans der SVP irreführen lassen.Die Alternative- die Grünen werden weiterhin die ausländische Bevölkerung bei uns willkommen heissen.
 
Kollektivverurteilung statt spezifische Gewaltbekämpfung
Die Alternativen – die Grünen des Kantons Zug bedauern die Annahme des Hooligan-Konkordats, akzeptieren aber selbstverständlich den Volkswillen. Die im Abstimmungskampf geäusserten Bedenken gegenüber verschiedenen Verschärfungen im Konkordat bleiben aber. So hofft die Alternativgrünen, dass die kritisierten Kann-Bestimmungen mit Augenmass angewendet werden, damit auch künftig die friedfertigen Fans Sportveranstaltungen ohne Schikanen geniessen können. Die wirklichen Übeltäter müssen bestraft werden, ohne dass aber rechtsstaatliche Grundsätze ausgehebelt werden.
 
 
Jolanda Spiess-Hegglin, Co-Präsidentin Alternative – die Grünen Kanton Zug