Medienmitteilung der Alternative – die Grünen Zug

„Euse Spital ghört üs Allne“ – wirklich? Das Zuger Kantonsspital gehört nur dann wieder richtig allen Zugerinnen und Zugern, wenn sie wieder vollumfänglich bestimmen können. Darum empfiehlt die Alternative – die Grünen Zug die Spitalinitiative, über die am kommenden 28. November abgestimmt wird, zur Annahme.
 
Ja zur Gesundheit: Wir wollen ein Spital, in dem das Wohl der Patientinnen und Patienten zuoberst steht, und nicht die Rendite der privat-rechtlichen Aktiengesellschaft. Mit einer öffentlich-rechtlichen Organisation hat der Kanton die Möglichkeit, Gesundheit über den Unternehmenserfolg zu stellen. Unsere Gesundheit ist zu wichtig, als dass wir sie einem kleinen Kreis von Verwaltungsräten überlassen.
 
Ja zur demokratischen Mitwirkung: Der abrupte Abgang von Spitaldirektor Robert Bisig Ende 2008 beweist, die privat-rechtliche Organisationsform ist ein Fremdkörper. Das Volk und ihre Vertreter müssen bei wichtigen Entscheiden mitreden können. Wer zahlt befiehlt.
 
Ja zum Personal: Der Druck auf die Spitalkosten steigt ständig; da ist das Risiko gross, dass zu erst beim Personal gespart wird. Dies darf nicht passieren Damit das Spital weiterhin genügend gut ausgebildetes Personal zu ortsüblichen Löhnen anstellen kann, braucht es Sicherheiten, die nur der Kanton als Arbeitgeber bieten kann. Der jetzige private Gesamtarbeitsvertrag kann jederzeit gekündigt und zulasten des Personals – und damit der Patientinnen und Patienten – verschlechtert werden.
 
Die Alternative – die Grünen Zug sagt deshalb zusammen mit der CSP, JUSO,  den verschiedenen Gewerkschaften und dem Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner SBK Ja zur Initiative. Im Gegensatz zu den Politikern wissen die Profis im Spital besser, was für eine langfristig ausgerichtete Gesundheitspolitik im Interesse aller im Kanton wichtig ist. Ein JA zu eusem Spital.
 

 
Zug, 3. November 2010