Ich war an der Jazz Night, genoss die friedliche Stimmung und hörte der inspirierenden Musik zu. Ein toller Anlass wie jedes Jahr. Doch wurde ich in einem Punkt enttäuscht. Statt den einst verwendeten sinnvollen und umweltfreundlicheren Mehrwegbechern gab es heuer wieder Einwegbecher. Welch trauriger Rückschritt in einer Zeit, in der alle endlich vermehrt von Nachhaltigkeit und Abfallreduktion sprechen. Ich bin froh, gab es noch einige wenige vernünftige Barbetreiber, die darauf beharrten, weiterhin Mehrwegbecher zu verwenden. Ein herzliches Danke an sie. Bedenklich finde ich, dass es eigentlich Vorgaben von der Stadt Zug gäbe, Mehrweg zu verwenden.

Mir ist zu Ohren gekommen, dass die Stadt die Gebühren erhöht hat, weshalb das OK der Jazz Night aus Kostengründen (oder vielleicht auch etwas aus Protest?) auf Mehrweg verzichtete. Eine unnütze Aktion, da es schlussendlich vor allem der Umwelt schadet und weniger der Behörde. Andererseits sollte der Stadtrat mehr Wertschätzung und Wohlwollen den Organisationen entgegenbringen, die etwas für Zug machen wollen, anstatt die Gebühren zu erhöhen. An der finanziellen Lage der Stadt kann es ja nicht liegen, dass Gebührenerhöhungen nötig wären. Aber man senkt lieber die Steuern und erhöht die Gebühren. Die Leidtragenden sind dann Vereine, die Anlässe organisieren wie die Jazz Night, die Zuger Chesslete oder den Märlisunntig, welche so wertvoll für eine lebendige Stadt sind.  Ich hoffe, dass sich die Organisatoren und der Stadtrat wieder zusammenfinden, und sich miteinander für die Stadt Zug einsetzen. Die Zuger Bevölkerung und die Umwelt danken ihnen.

Stéphanie Vuichard, Kantonsrätin, Nationalratskandidatin Alternative – die Grünen, Zug