Mit über 2150 beglaubigten Unterschriften reichten heute morgen die Alternative – die Grünen Kanton Zug, Pro Velo Zug und der VCS Zug die Zuger Velonetz-Initiative ein. Das Velonetz im Kanton Zug hat viele Schwachstellen und die Sicherheit für Velofahrerinnen und Velofahrer ist oftmals nicht gewährleistet. Der Kanton Zug muss vorwärts machen, denn das Velo als Fortbewegungsmittel ist äusserst relevant für eine klimaschonende Mobilität und es leistet einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit der Bevölkerung.

 Viele Velowege enden im Kanton Zug ausgerechnet an Gefahrenstellen, sie sind nicht durchgehend signalisiert oder es müssen grössere Umwege in Kauf genommen werden. Von Velofahrenden wird zum Beispiel erwartet, dass sie Fussgängerstreifen benutzen, um sicher auf die andere Strassenseite zu gelangen. Die Zuger Gemeinden sind zu wenig sicher beziehungsweise zu wenig attraktiv miteinander verbunden.

Aktuell überarbeiten alle 11 Gemeinden ihre Ortsplanung. Dabei muss dem Velonetz eine hohe Priorität zugeordnet werden. Aber auch die Zuger Regierung muss in die Pedalen treten und die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen.

 

Die 8 Forderungen der Zuger Velonetz-Initiative

  1. Alle wichtigen Wohn- und Arbeitsgebiete im Kanton Zug sind durch ein direktes, durchgehendes und komfortables Veloverkehrsnetz verbunden.
  2. Der Veloverkehr wird vom Autoverkehr und dem Fussgängerbereich möglichst separiert (Velobahnen).
  3. Falls eine Hauptveloverkehrsachse entlang der Hauptstrasse läuft, wird eine physisch getrennte Spur geführt.
  4. An den Zielorten stehen genügend Velo-Parkplätze zur Verfügung. Sie sind möglichst gedeckt und verfügen über E-Bike-Ladestationen.
  5. Die Gemeinden sorgen innerorts für sichere und attraktive Verbindungen für Einkaufs-, Schul- und Arbeitswege.
  6. Der Veloverkehr ist durch weitere geeignete Massnahmen zu fördern.
  7. In jeder Strassenbauvorlage ist die Veloverkehrsverträglichkeit separat auszuweisen.
  8. Der Kanton erstattet regelmässig dem Kantonsrat Bericht über den Stand der Umsetzung der Velonetz-Initiative.

 In einem 2020 von Pro Velo veröffentlichten 50-seitigen Schwachstellenkatalog wird detailliert aufgezeigt, wo überall im Zuger Velonetz Handlungsbedarf besteht.

 

Zitate

«Wenn Eltern aufgrund der fehlenden Sicherheit auf das Velofahren ihrer Kinder verzichten, hat dies sowohl negative Konsequenzen auf die Umwelt wie auch auf die Gesundheit. Der Kanton Zug hat in den vergangenen Jahren zu wenig ins Velowegnetz investiert, der Regierungsrat muss in die Pedalen treten.

 «Aufgrund der Klimakrise braucht es grosse Investitionen in eine umweltfreundliche Mobilität. Das Velo ist diesbezüglich das ideale Verkehrsmittel und muss mit oberster Priorität behandelt werden. Nur so erreichen wir die wichtigen Pariser Klimaziele». Tabea Zimmermann Gibson, Fraktionschefin Alternative – die Grünen & Kantonsrätin.

«Die Schwachstellen im Velowegnetz sind bekannt und nun zu beseitigen, um noch mehr Personen fürs Velofahren zu begeistern. Mit der Umsetzung der Initiative wird dazu beigetragen werden, den Modalsplit zugunsten des umweltfreundlichen Velos positiv zu beeinflussen. Ivo Egger, Vorstandsmitglied VCS & Kantonsrat.

«Ein gut ausgebautes Veloverkehrsnetz zwischen Wohn-, Ausbildungs-, Arbeits- und Einkaufsorten spart Verkehrszeit, denn das Velo ist in städtischen Siedlungsstrukturen das schnellste Verkehrsmittel». Luzian Franzini, Vorstandsmitglied Pro Velo & Kantonsrat.

Medienmitteilung als .pdf

 

Kontakt:

 

Tabea Zimmermann Gibson
Kantonsrätin, Fraktionschefin Alternative – die Grünen
076 566 67 55

 

 

Ivo Egger
Kantonsrat, Vorstand VCS Zug
079 718 87 85

 

 

Luzian Franzini
Kantonsrat, Vorstand Pro Velo Zug
079 781 77 36