Die Stadt Zug konnte im Jahr 2021 einen Budgetüberschuss von 77,2 Millionen verbuchen.
Für die Junge Alternative Zug ist klar, dass dieser Überschuss in Zeiten des Krieges und der
humanitären Krise solidarisch eingesetzt werden muss. Deshalb fordern wir, dass die
humanitäre Direkthilfe in der Ukraine und den Nachbarländern mit zwei Millionen Franken
unterstützt wird.

Seit einem Monat herrscht in der Ukraine Krieg. Die humanitäre Krise vergrössert sich mit
jedem Kriegstag. Schätzungsweise zwei Millionen Menschen sind auf der Flucht innerhalb
der Ukraine. Sie brauchen Schlafplätze, Wasser, Nahrung, Medikamente und Strom. Es
drohen Versorgungsengpässe und die Lieferungen von humanitären Gütern ist durch
Blockaden teilweise sehr schwierig.

Über 4,2 Millionen Menschen sind aus der Ukraine geflohen. Auch in den Nachbarländern
sind die Bedürfnisse enorm, insbesondere Polen, Rumänien, Moldau und die Slowakei gilt
es die Nothilfe für die Aufnahme, Unterbringung und Versorgung zu unterstützen. Die
Notlage wird auch in den nächsten Monaten gross bleiben. Als reiche Stadt mit unverhofft
grossen Überschüssen sind wir dazu verpflichtet, grosszügig zu helfen.

Die Stadt Zug profitiert nicht nur seit Jahren durch Steuereinnahmen von hier ansässigen
Firmen, welche nicht nur klimaschädliche Rohstoffe handeln, sondern auch autokratische
Regime stützen. Indem Rohstofffirmen in Zug unbehelligt weiter handeln können, wird Putins
Kriegskasse weiter gefüllt. Auch deshalb steht die Stadt Zug in besonderer Verantwortung,
einen grosszügigen Beitrag zu leisten.
Die vorliegende Einzelinitiative fordert den Grossen Gemeinderat der Stadt Zug dazu
auf, zwei Million Franken des Gewinns aus der Rechnung 2021 als humanitäre
Direkthilfe an erprobte Organisationen zu spenden, die in der Ukraine und den
Nachbarländern humanitäre Hilfe leisten.

Im Namen der Jungen Alternativen Zug

Zur vollständigen Medienmitteilung als .pdf