Mit erstaunen haben die Alternativen-die Grünen Zug am Sonntag, 10. Mai 2015 aus der Zeitung Kenntnis genommen, dass die frisch in Betrieb genommene elektronische Busspur (Mänibach – Casino) gemäss Aussagen des Baudirektors nicht funktioniert. Noch nicht einmal vor zwei Jahren tönte es anlässlich der Kantonsratsdebatte im Juli 2013 ganz anders.
 
Aussagen des Baudirektors anlässlich der Kantonsratsdebatte vom 4. Juli 2013:
„Elektronische Losungen funktionieren, sei es im Ausland oder in der Schweiz, beispielsweise in Rapperswil-Jona.„
„Die Busbevorzugung ist genau am richtigen Ort. Das haben verschiedene Abklärungen und Augenscheine ergeben. Ein Ru?ckstau bis zum Fridbach wird kaum der Fall sein, und der Bus wird nicht in Stau stehen.“
„Den Stadttunnel sollte man bei diesem Projekt nicht ins Spiel bringen.“
 
Und in der Regierungsrätlichen Medienmitteilung vom 5. Juni 2012 steht geschrieben:
 „Mit einer innovativen Lo?sung will der Regierungsrat dafu?r sorgen, dass die stadteinwa?rts fahrenden Busse auf der Artherstrasse in Zug ku?nftig nicht mehr im Morgenstau stecken bleiben. "Elektronische Busspur" heisst die Zauberformel.“
 
Die Alternativ-Grüne Fraktion hat anlässlich der kantonsrätlichen Debatte im Juli 2013 den Nutzen der Busspur hinterfragt und den Antrag des Regierungsrates als „Strassensanierung im Mäntelchen einer Busspur“ taxiert. Äusserst interessant ist, dass im Protokoll der Debatte steht, dass die Busspur in keinem Zusammenhang mit dem Stadttunnel steht. Die Baudirektion hat demnach anscheinend eine Vorlage ausgearbeitet, die ohne Reduktion von Fahrzeugen gar nicht funktionieren kann, beziehungsweise zwei Jahren nach dessen Planung nicht mehr funktioniert. Dies obwohl die Regierung damals explizit betont hat, dass diese Busspur nicht in Zusammenhang mit einem allfälligen Stadttunnel stehe.
 
Wenn es im Bereich der Strassenentwicklung für eine Baudirektion schwierig ist die Entwicklung für die kommenden zwei oder drei Jahre einschätzen zu können, sehen die Alternative – die Grünen betreffend den zukünftigen grossen Strassenbauprojekten (Tangente / UCH / evtl. Stadttunnel) vor allem Kosten, aber keine Problemlösungen auf die Zuger Bevölkerung zukommen.
Solche Planungsfehler führen zu Mehrkosten für die gesamte Bevölkerung und dies in Zeiten von regierungsrätlich verhängtem Sparpaket. Aus diesem Grund hat die Alternative-Grüne Fraktion eine kleine Anfrage eingereicht, damit für die Zugerinnen und Zuger Klarheit herrscht. 
 
 
Andreas Lustenberger,
Kantonsrat Altenative – die Grünen