Verblüffende Parallele zwischen der Argumentation gegen die zunehmende Dichte von Mobilfunkantennen und gegen die oberirdische Hochspannungsleitung

Ich äussere mich zur Anpassung des Richtplantextes E 7.1 und E 7.2 bei der Hochspannungsleitung in Baar. Mit grossem Interesse habe ich die Argumente der privaten Grundeigentümer studiert und ebenso die tatkräftige Unterstützung der Beschwerdeführer durch den Gemeinderat Baar zur Kenntnis genommen.
Erst kürzlich sind ich und meine Fraktion aus den Reihen der FDP-Fraktion scharf angegriffen worden wegen unserem Einsatz gegen Mobilfunkantennen. Ist Ihnen die verblüffende Parallele zwischen der Argumentation gegen die zunehmende Dichte von Mobilfunkantennen und gegen die oberirdische Führung der Hochspannungsleitung aufgefallen?

Ich bringe Stichworte zu sechs Argumenten, weshalb der Widerstand gegen das Begehren von NOK und SBB aufrecht erhalten werden soll:
–          Es sei unverantwortlich, die geplanten Leitungen oberirdisch zu führen, da sie entlang eines bestehenden Siedlungsgebietes, über ein EFH und an einem Schulhaus vorbei zu stehen kämen.
–          Der Nachweis der Notwendigkeit der Leitung bleibe aus.
–          Die Neutralität der Experten des Bundes wird in Frage gestellt, da sie in enger Beziehung mit der NOK und der SBB ständen.
–          Es wird beklagt, dass die betroffenen Liegenschaften durch den Leitungsbau entwertet werden.
–          Die IG ärgert sich darüber, dass die öffentliche Auflage während der Sommerferien erfolgt sei.
–          Und die IG musste die Schlussfolgerung ziehen, dass die Landschaft vom Gesetz besser geschützt werde als die Bevölkerung.

Der Gemeinderat und die IG begründen ihren Widerstand mit den genau gleichen Argumenten wie wir unsere Einsprachen und Interpellationen.  Es ist beachtenswert, dass diese Argumente so ernst genommen werden, dass sie in aller Ausführlichkeit in der regierungsrätlichen Vorlage auf Seite 8 und 9 aufgelistet sind. Wir hoffen, diese Argumente werden in Zukunft auch in der Diskussion um Mobilfunkantennen berücksichtigt.

Die Alternative Fraktion lehnt selbstverständlich die beantragte Richtplanänderung ab.