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Vor 25 Jahren endete die Apartheid mit den ersten freien Wahlen in Südafrika. Das neue demokratische Südafrika war mit der Hoffnung verbunden, die diskriminierenden und rassistischen Strukturen der Apartheid überwinden zu können. Entgegen diesen Hoffnungen sind die sozialen Ungleichheiten in
Südafrika enorm. Das Wirtschaftsmodell, das auf der Ausbeutung von Rohstoffen gründet, funktioniert nicht mehr. Demgegenüber bestehen korrupte Netzwerke aus dem Apartheidregime im demokratischen Südafrika weiter.

Der Zuger Rohstoffhandels- und Wirtschaftsplatz hat dazu beigetragen, das Apartheid-Regime über die schwere Krise Mitte der 80er-Jahre zu stützen. Dieses dunkle Kapitel der neuzeitlichen Zuger Geschichte wurde bis heute nicht aufgearbeitet. Und auch die Ausbeutung der Rohstoffe Südafrikas dauert weiter an.

Zum 25-jährigen Apartheid-Ende werfen wir einen kritischen Blick in die Vergangenheit und auf die Gegenwart. Wir freuen uns, zusammen mit der KEESA (Kampagne für Entschuldung und Entschädigung im Südlichen Afrika) die südafrikanische Aktivistin Busisiwe Diko sowie den Soziologie-Professor Dr. Mondli Hlatshwayo in Zug begrüssen zu dürfen.

Das moderierte, öffentliche Gespräch wird auf englisch geführt und auf deutsch übersetzt. Von unseren beiden Gästen werden wir mehr zu den Ursachen und Hintergründen der heutigen Misere in Südafrika erfahren, aber auch zu mutigen Formen von Widerstand. Wie kämpfen soziale Bewegungen gegen Ungleichheit, Xenophobie und Vertreibungen? Wie können sie Südafrikas Zukunft gestalten und zu einer echten Demokratisierung beitragen? Und wie können Schweizer Aktivistinnen und Organisationen diese Kämpfe unterstützen und von ihnen lernen?

Ab 18.30 Uhr: Restaurationsbetrieb
20 Uhr: Öffentliche Veranstaltung
Eintritt frei
Übersetzung: Tabea Zimmermann Gibson

 

Über die Monatsbar:

Jeden Monat treffen sich an der alternativen Monatsbar grüne und andere Interessierte Zugerinnen und Zuger zu einem gemeinsamen, feinen Nachtessen, welches jeden Monat von einer anderen Ortssektion der Alternative – die Grünen frisch zubereitet wird. Man kann ohne Anmeldung vorbeikommen und irgendwo dazusitzen.