Die Alternative – die Grünen Kanton Zug sind perplex über den geplanten Abbau auf der SBB Strecke Luzern – Zürich ab Fahrplanwechsel 2023. Mittels einem Vorstoss fordern sie den Zuger Regierungsrat auf, sich für den Erhalt dieser beiden für Pendlerinnen und Pendler relevanten Verbindungen einzusetzen. Gleichzeit braucht es möglichst viele online Eingaben der Zuger Bevölkerung.

Die SBB plant ab 2023 zwei für die Zuger Pendlerinnen und Pendler relevante Bahnverbindungen zu streichen. Die beiden genannten Verbindungen sind attraktiv für berufstätige Zugerinnen und Zuger. Mit der geplanten Änderung verlieren Rotkreuz und Baar zu Stosszeiten eine zusätzliche direkte Verbindung nach Zürich HB und Zürich Enge (und zurück). Die Gemeinde Cham verliert sogar die Hälfte ihrer direkten Verbindungen nach Zürich HB und Zürich Enge (und zurück). Betroffen sind zudem auch die Berggemeinden, Hünenberg und Rotkreuz mit den Dörfern Risch und Buonas, welche einen direkten Busanschluss an die beiden Verbindungen haben. Die geplante zusätzliche Verbindung um 7:01 (Zug – Zürich HB, nonstop), bringt höchstens einen Vorteil für Pendlerinnen und Pendler ab Zug mit Ziel Zürich HB. Jedoch wird insbesondere der Stopp in Zürich Enge von vielen berufstätigen Personen geschätzt, da er den Arbeitsweg in verschiedenen Zürcher Gebieten reduziert (Enge, Wiedikon, Bahnhofstrasse, Bellevue, etc.).

Es ist für die Alternative – die Grünen völlig unverständlich, wieso die SBB diese wichtige Verbindung streichen möchte. Die Begründung mit der gesunkenen Nachfrage, löst bei uns Kopfschütteln aus. Einerseits ist sich die Arbeitssituation in Bezug auf Homeoffice in der Tendenz am Normalisieren. Anderseits wird der Kanton Zug in den kommenden Jahren bevölkerungsmässig kontinuierlich wachsen. Mit dem Abbau der besagten Verbindungen wird die Attraktivität für Berufspendelnde unnötigerweise eingeschränkt. Nebst dem Verlust einer direkten Verbindung, wird das S-Bahn-Netz stärker belastet und das platzt heute bereits teilweise aus den Nähten. Die Probleme im SBB-Management scheinen trotz Wechsel an der Spitze ungelöst zu sein, denn eine aktive Verlagerungspolitik zu Gunsten von Klima und Naturschutz sieht definitiv anders aus.

Mittels einem Vorstoss fordern wir deshalb den Zuger Regierungsrat auf, sich gegen diesen Abbau einzusetzen. Wir brauchen einen Ausbau im ÖV und keine Rückschritte. Auch die Bevölkerung kann sich auf www.fahrplanentwurf.ch gegen diesen unsinnigen Abbau wehren.

zum Postulat

Kontakt:

 

 

 

 

Andreas Lustenberger, 076 523 80 38