«Mahlzeitenlieferung für Mittagstische: Auftragsvergabe in der Gemeinde Baar – Herausforderung und Chance Die aktuelle Entscheidung ‚Essen für Mittagstisch‘ überrascht, verärgert und wirft Fragen auf; kann ein solcher Auftrag nicht lokal vergeben werden? (FDP)»

Antwort der Alternative – die Grünen:

 Die Mahlzeiten für unsere Kids sollen gesund und gut sein. Neu kommen sie aus Belp. Bis nach Allenwinden sind das täglich 151  Kilometer, fast zwei  Stunden Fahrt – mal zwei.  Allein diese Zahlen hinterlassen einen fahlen Geschmack. Am 23. September stimmen wir zudem über die Ernährungssicherheit ab, die einen ressourcenschonenden Umgang mit Lebensmitteln festschreibt. Ressourcenschonend sollen aber auch die Transporte sein.

Baar fühlt sich nicht mehr in der Lage, die täglichen Mahlzeiten in einem lokalen Betrieb herstellen zu lassen. Ist dies in einer grossen Küche, etwa eines Altersheimes, der Zuwebe, einer Zivilschutzanlage tatsächlich nicht möglich? Gerade hier würden sich berufliche Möglichkeiten für Menschen bieten, die im oft stressbedingten ersten Arbeitsmarkt keinen Platz mehr finden. Zum Gewerbe sollen wir Sorge tragen, das sehe ich auch als Lernende in einer Zuger Firma so.

Aber auch Folgendes gilt es zu beachten: Drei grosse Zuger  Gemeinden beziehen das Essen für den Mittagstisch aus einem anderen Kanton. Ist es allenfalls auf Grund der hohen Boden- und Mietpreise für einen lokalen Betrieb gar nicht mehr möglich, dieses Geschäft  hier zu betreiben, eine Auswirkung unseres «Steuerparadies»?

Gurbetelli Yener, Co-Präsidentin Junge Alternative Zug, Baar
Parteienforum September 2017