Interpellation zuhanden der Gemeindeversammlung Risch vom 3. Juni 2019

Am 17. Dezember 2019 haben die Grünen Risch-Rotkreuz zusammen mit Vertretenden der «IG Halbanschluss Nein» ihre Petition gegen den geplanten Autobahn-Halbanschluss «Rotkreuz Süd» dem Gemeinderat Risch überreicht. Die Petition will, dass sich der Rischer Gemeinderat bei der Zuger Regierung einsetzt, dass dieser Halbanschluss nicht in den Richtplan aufgenommen wird und schon gar nicht gebaut wird.

Über 1’000 Unterzeichnende dieser Petition setzen ein deutliches Zeichen, dass dieser geplante Halbanschluss zwischen Rotkreuz und Buonas auf wenig Gegenliebe stösst. Es wird befürchtet, dass dieser neue Halbanschluss zu massiv mehr Durchgangsverkehr durch die Dorfzentren und Wohngebiete von Rotkreuz, Buonas und Risch führen wird. Zu viele Menschen würden durch diesen zusätzlichen Verkehr massiv beeinträchtigt, sei es die Sicherheit der Schulwege und die zusätzlichen Lärmemissionen. Von den mehr als 1’000 Unterschriften stammen fast 800 Unterschriften aus der Gemeinde Risch. Sie sind ein klares Zeichen, dass die Rischer Bevölkerung diesen Halbanschluss nicht will. Diese Tatsache darf der Gemeinderat nicht ignorieren.

Wir haben folgende Fragen:

1) Bis heute haben wir noch keine Kenntnis davon, dass der Gemeinderat bei der Zuger Regierung im Sinne der Petition gegen den Halbanschluss Rotkreuz Süd vorstellig wurde und die Meinung der Petitionäre eingegeben hat. Inwieweit ist der Gemeinderat der Aufforderung nachgekommen sich bei der Zuger Regierung bzw. dem Amt für Raumplanung gegen den Halbanschluss Rotkreuz Süd einzusetzen und die Anliegen der Petitionäre einzubringen?

2) Wenn der Gemeinderat es noch nicht getan hat, bis wann und in welcher Form wird der Gemeinderat bei der Regierung vorstellig werden?

3) Wenn der Gemeinderat bereits bei der Regierung vorstellig war, wie sieht die Antwort des Regierungsrates aus und wann will der Gemeinderat die Bevölkerung informieren?

4) Nimmt der Gemeinderat die Anliegen der Petitionäre ernst und in welcher Form zeigt sich dies in seinem Handeln?

Wir danken dem Gemeinderat für die Beantwortung der Fragen.

 

Hanni Schriber-Neiger, Präsidentin