Entlassung Kantonsschule aus dem Inventar der schützenswerten Denkmäler?
Die ALG ist dagegen, dass die Kantonsschule Zug aus dem Inventar der schützenswerten Denkmäler entlassen wird. Die Ursprungsbauten der Kantonsschule Zug stehen exemplarisch für die Architektur im Kanton Zug der 70er Jahre, was ihnen einen hohen kulturellen Wert verleiht. Der hohe heimatliche Wert liegt darin, dass die Schulanlage «mit ihrer klaren kubischen Architektur und der charakteristischen gerasterten Fassade das Quartier auch heute noch massgeblich mitprägt. Die kulturelle und heimatkundliche Bedeutung der Kantonsschule Zug ist für uns unbestritten, deshalb stellt sich die ALG gegen die Entlassung aus dem Inventar. Zudem: Energetische Ertüchtigungen sind auch mit dieser Bausubstanz machbar.

Einbürgerungskriterien reichen vollkommen aus – Nein zu weiterer Diskriminierung (3063)
Mit einer Motion möchte die SVP die Einbürgerungskriterien weiter verschärfen. Leider steigt auch die Zuger Regierung auf das Thema ein und schlägt ebenfalls eine Verschärfung vor. Die ALG lehnen den kontraproduktiven Vorschlag der SVP wie jene der Regierung ganz klar ab. Bereits heute kennt die Schweiz eines der strengsten Einbürgerungsgesetze. Die Verschärfung löst kein vorhandenes Problem, sondern es ist eine erneute Diskriminierung von Ausländerinnen und Ausländern in der Schweiz. Bereits heute leben sie lieber in Armut und verzichten auf grundlegende Ausgaben für ihre Gesundheit und für die Entwicklung ihrer Kinder, als dass sie Sozialhilfe beziehen. Antrag ALG: Nicht erheblich erklären.

Die Kultur braucht uns! (3122)
In seiner Antwort zur Interpellation bezüglich der Zuger Kulturförderung, gibt der Regierungsrat eine gute Übersicht zu den bestehenden Instrumenten. Obwohl der Kanton Zug Bevölkerungsmässig konstant wächst und auch das Leben stets teurer wird, blieben die Mittel für die Kulturförderung in den vergangenen 10 Jahren gleich. Die ALG ist ganz generell der Ansicht, dass der Kanton Zug in Sachen Kulturförderung mehr machen könnte. Mit der Corona Pandemie droht unserer Kultur ein grosser Rückschritt. Es häufen sich Medienberichte von Kulturschaffenden und Veranstaltern, die keine Perspektive mehr sehen. Dieser negativen Entwicklung muss der Kanton Zug mit aller Klarheit und genügend Kapital entgegentreten. Die Alternativen – die Grünen fordern vom Kanton Zug deshalb eine Kulturoffensive!

Interpellation Autoposer und übermässiger Motorenlärm
Letzten Sommer reichten wir unsere Interpellation zu Autoposern und übermässigem Motorenlärm ein, nun liegt die Antwort vor. Es ist erfreulich zu lesen, dass die Zuger Polizei diese unnötigen Lärmbelästigungen klar verurteilt und dagegen einschreiten will. Bedauerlicherweise muss gleichzeitig zu Kenntnis genommen werden, dass die Grundlagen fehlen, um dies wirkungsvoll zu tun. Wirkungsvolle Massnahmen wären einerseits Lärmblitzer, die es erst als Prototypen gibt, und andererseits wohl ein Strafpunktsystem auf den Führerausweis, wie es z.B. Deutschland und England kennt. Dieses  würde nachhaltiger wirken gegen solche Wiederholungstäter als die Bussen, die von Autoposern in Kauf genommen werden. Wir werden uns dafür einsetzen, dass wir auf kantonaler Ebene die griffigeren Massnahmen gegen übermässigen Motorenlärm einsetzen können, sobald dies möglich ist. In der Zwischenzeit bleibt nichts anderes übrig, als jeweils auf der Gemeinde anzurufen und sich über diese Lärmbelästigung zu beklagen.

Kinderbetreuung – bezahlbar und bedarfsgerecht (2868)

Eine verlässliche und flexible Tagesbetreuung für Kinder ist der Schlüssel für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Deshalb hat ALG Kantonsrat Andreas Hürlimann gemeinsam mit Kantonsrätin Karen Umbach und Unterzeichnenden aus anderen Parteien die Motion für ein bedarfsgerechtes Betreuungsangebot eingereicht. Die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist aber auch eine gesellschaftliche Notwendigkeit. Sich hier der weiteren Diskussion zu verschliessen wäre volkswirtschaftlich unklug. Glücklicherweise müssen wir im Kanton Zug nicht bei Null anfangen. Es gibt etliche Tagesbetreuungsstätten. Die Gemeinden bieten Mittagstische und Randzeitenbetreuungen an. Aber die Nachfrage übersteigt das Angebot teilweise bei weitem. Ferienbetreuung findet nicht in allen Gemeinden statt oder das Angebot ist bei weitem nicht erwerbskompatibel.

Eine zukunftsgerichtete Familienpolitik ist ein Gewinn für Alle – für Familien, für die Gesellschaft, die Wirtschaft und nicht zuletzt für die Kinder selber. Deshalb beantrag die ALG die volle Erheblicherklärung der Motion.