Nötige Gesamtsanierung mit Neubau im Bostadel, Menzingen
Die Baudirektion nimmt sich Grosses vor. Die Vollzugsanstalt Bostadel in Menzingen mit 120 Plätzen,
die von den Kantonen Zug und Basel-Stadt betrieben wird, muss total saniert werden. Dass die Sanierung
des Hauptgebäudes, mit Betriebsstart im Jahre 1977, dringend nötig ist, konnten sich die
Mitglieder der Hochbaukommission selber vor Ort vergewissern. Veraltete Gebäudetechnik- und Sicherheitsanlagen,
mangelhafte Wärmedämmung des Gebäudes und ungenügender Brandschutz, um
nur einige Mängel aufzuzählen. Sicher eine grosse Herausforderung für alle Betroffenen wird es sein,
dass die Sanierung bei laufendem Betrieb geplant ist. Doch vorgängig soll ein Neubau für alte und
langzeitverwahrte Gefangene gebaut werden, der während der Sanierung als Zwischennutzung geplant
ist. Die Machbarkeitsstudie zeigt auf, dass der Neubau Spezialabteilung innerhalb der Gefängnismauern
genügend Platz findet.

Die Alternative – die Grüne Fraktion spricht sich für den Planungskredit von 5,35 Millionen Franken
aus, der sich nach den Beitragszahlungen von Basel-Stadt auf 1`337`000.- verkleinert. Schlussendlich
wird mit einer Gesamt-Bausumme von gut 66 Millionen gerechnet und der Bauabschluss ist auf 2031
geplant. Diese Zeit erscheint uns jedoch sehr lange und es soll aufgezeigt werden, ob eine Beschleunigung
machbar wäre.

ALG fordert: Klimaneutraler Gebäudepark des Kantons Zug
Der Regierungsrat bestätigt die Bedeutung der CO2-Emissionen durch den Gebäudesektor und sieht
sich diesbezüglich in einer Vorbildfunktion. Sich ein ambitioniertes, weitsichtiges Ziel setzen, will er
allerdings nicht. Enttäuscht mussten wir wiederum feststellen, dass der Regierungsrat die geringen
Beträge von jährlich Fr. 130’000.-, die zurzeit für einen klimaneutralen kantonalen Gebäudepark erforderlich
wären, nicht ausgeben will. Verständlicherweise will die Regierung anstelle von Kompensationszahlungen
lieber direkt Investitionen mit entsprechenden Massnahmen tätigen. Uns fehlt dafür
allerdings die Verbindlichkeit respektive die Anreize zur zeitnahen Umsetzung. Die Kompensationsleistung
wäre gerade ein Anreiz, vorwärts zu machen, um möglichst schnell die Kompensationszahlungen
zu vermeiden. Daher werden wir die Erheblich-Erklärung unseres Postulats beantragen.
Bezüglich der geforderte CO2-neutralen Erstellung und des CO2-neutralen Betriebs anerkennen wir
die regierungsrätliche Haltung und beantragen, dass dieser Punkt als erledigt abgeschrieben werden
kann. Hinsichtlich den Kompensationszahlungen beantragen wir, dass dieser erheblich erklärt wird.

Entlassung Kantonsschule aus dem Inventar der schützenswerten Denkmäler?
Die ALG ist dagegen, dass die Kantonsschule Zug aus dem Inventar der schützenswerten Denkmäler
entlassen wird. Die Ursprungsbauten der Kantonsschule Zug stehen exemplarisch für die Architektur
im Kanton Zug der 70er Jahre, was ihnen einen hohen kulturellen Wert verleiht. Der hohe heimatliche
Wert liegt darin, dass die Schulanlage «mit ihrer klaren kubischen Architektur und der charakteristischen
gerasterten Fassade das Quartier auch heute noch massgeblich mitprägt. Die kulturelle
und heimatkundliche Bedeutung der Kantonsschule Zug ist für uns unbestritten, deshalb stellt sich
die ALG gegen die Entlassung aus dem Inventar.

Standortbestimmung Gleichstellung (Interpellation)
Die Antwort der Regierung auf unsere Interpellation „Standortbestimmung Gleichstellung im Kanton Zug“ ist aus Sicht der ALG durchs Band unbefriedigend und entlarvend. Leider zeichnet sich die Hal-tung der Regierung dem Thema Gleichstellung gegenüber weiterhin durch Desinteresse und passi-ven Widerstand aus. Weder gibt es im Kanton Zug eine Stelle für Gleichstellungsfragen noch irgend-welche Stellenprozente innerhalb der Verwaltung für dieses Thema. Viele Daten, welche notwendig wären, um zu sehen, ob beschlossenen Massnahmen wirksam sind, werden wegen fehlender Res-sourcen nicht erhoben. Entgegen der verfassungsmässigen Verpflichtung und der von der Regierung selbstdeklarierten Absicht kann der Zug somit keine signifikante Verbesserung in Sachen Gleichstel-lung ausweisen. Einmal mehr fordert die ALG dezidiert, dass zeitliche und finanzielle Ressourcen be-reitgestellt werden, damit auch im Kanton Zug endlich messbare Fortschritte in der tatsächlichen Gleichstellung gemacht werden.

«Postulat betreffend Förderung des Homeoffice bei Zuger Unternehmen»
Die Motion forderte der Regierungsrat dazu auf, die neuen Entwicklungen am Arbeitsplatz aktiv zu begleiten und nicht einfach zuzuschauen. Home-Office bietet enormes Potential zur Reduktion der Pendlerströme, stellt aber auch ein gewisses Gefahrenpotential dar. Hier müssen Arbeitnehmer*in-nen wie auch Arbeitgeber*innen gezielt unterstützt werden. Das aufbauen von Co-Working Spaces in den Zuger Gemeinden wäre ein wichtiger Anfang.