Sicherung der Versorgung mit Medikamenten und Wirkstoffen als oberste Priorität

Medikamente und Wirkstoffe der Grundversorgung kommen gegenwärtig zu 80% aus China. Aus Kostengründen haben immer mehr europäische Firmen die Produktion der Medikamente ausgelagert. Das macht deutlich, in welcher Abhängigkeit wir mit China sind. In den vergangenen vier Jahren stiegen die Lieferengpässe an – von 150 auf aktuell 506 (!) fehlende Medikamente und 276 fehlende Wirkstoffe. Die Transparenz fehlt und Gründe sind nicht bekannt für die Verzögerungen. Für Menschen mit chronischen oder anderen lebensbedrohlichen Erkrankungen hat es gravierende Folgen, wenn die für sie benötigten Medikamente nicht verfügbar sind. In den Spitälern sind sie tagtäglich auf Medikamente angewiesen, um die Patienten zu behandeln. Die Versorgungssicherheit muss durch den Bund sichergestellt werden, insbesondere mit den wichtigsten Medikamenten und Wirkstoffen. Lieferketten in die billigsten Produktionsländer zahlt sich in diesem Fall nicht aus. Die Produktion muss wieder in die Schweiz oder mindestens nach Europa zurück.

 

Geschäftsmieter*innen in Corona-Krise unterstützen

Geschäftsmieter*Innen leiden besonders unter den Folgen der Corona-Krise, weil die Mieten trotzt fehlendem Umsatz zu bezahlen sind. Mit einem Postulat wollen wir hier entgegenhalten. Dank guter Rechnungsergebnissen von Kanton und Gemeinden kann sich der Kanton Zug ein Hilfspaket leisten. Neben dem Kanton und den Gemeinden, die je 30% der Kosten übernehmen sollen, tragen auch die MieterInnen mit 30% und die VermieterInnen mit 10% zur Kostenverteilung auf verschiedene Schultern bei.

 

Der nächste grosse Planungsschritt für die Hofstrasse 15 steht an – Ja zum Objektkredit für die Planung

Die Zuger Bevölkerung darf sich freuen: Ein weiterer Schritt wird an der Hofstrasse 15 gemacht, nachdem der Kantonsrat vor eineinhalb Jahren in einem ersten Schritt einen Objektkredit für die Sanierung des Theilerhauses gesprochen hat. Die Fraktion der Alternative-die Grünen begrüsst die Sanierung der Shedhalle und den Hochbau Süd. Die geplante Instandsetzung ist dringend nötig, denn die Bauschäden werden jährlich grösser. Beim Neubau Ost unterstützen wir den Antrag der vorberatenden Kommission mit einem zusätzlichen Geschoss, das den Planungskredit um 300`000.- Fr. erhöht. Die vorliegende Machbarkeitsstudie stellt das Raumprogramm dar und zeigt für uns auch den Handlungsbedarf auf. Wir erwarten, dass der Kanton bei der Planung auch die Holzbauweise in Betracht zieht. Die ALG kann sich gut vorstellen, in diesem Gebäude das Staatsarchiv und viele verschiedene Nutzungen mit Bezug zu Bildung, Kultur und Kulturgüter anzusiedeln. Also packen wir diesen grossen Planungsprozess an und freuen uns schon aufs 2026, wenn die Hofstrasse endlich im neuen Glanz endlich erstrahlen soll.

 

Nein zu den Autobahn-Halbanschlüssen in Rotkreuz Süd und Steinhausen

Die Regierung möchte mehr Strassen bauen, was die ALG in der heutigen Zeit nicht nachvollziehen kann. Der Autobahn-Halbanschluss Rotkreuz Süd an der Buonaserstrasse zwischen Rotkreuz und Buonas ist eine Verlagerung des Autopendler-Verkehrs. Alle vier Dörfer der Gemeinde Risch werden durch zusätzlichen Durchgangsverkehr belastet und die Sicherheit wird beeinträchtigt. Diese negativen Folgen sieht auch die Fraktion der Alternativen-die Grünen so.

Die betroffene Luzerner- und Buonaserstrasse ist für Rotkreuz die «Lebensader» und die belebte Dorf-Strasse schlechthin. Erst vor einigen Jahren wurde der Dorfkern mit einer Tempo 20-Zone verkehrsberuhigt. Die Buonaserstrasse ist der Schulweg für die Oberstufenkinder aus den Dörfern Buonas und Risch. Betroffen sind ebenso die Menschen, die zu Kindergärten, Schulen, Sportplätze, Sporthallen, Schwimmbad, Alterszentrum, zum Dorfplatz mit Bahnhof und weitere Institutionen an dieser Dorf-Strasse, wollen. Der massive Mehrverkehr, verursacht durch einen Autobahn-Halbanschluss Rotkreuz Süd, erhöht auch die Lärm- und Luftbelastung für die vielen Anwohner und Sporttreibenden. Dass die Rischer Bevölkerung diesen Halbanschluss «Rotkreuz Süd» nicht will, unterstreicht sie mit der Petition von mehr als 1000 Unterschriften, die vor eineinhalb Jahren dem Rischer Gemeinderat überreicht wurde.

Ebenfalls will die ALG keinen Halbanschluss in Steinhausen sowie auch keine Verlängerung der General-Guisan-Strasse. Wir unterstützen einen leistungsfähigen ÖV mit einem attraktiven Angebot. Ebenso sieht die ALG beim Radstreckennetz Verbesserungspotenzial u. a. im Gebiet Steinhausen-Blickensdorf. Der Modalsplit muss sich ändern. Der ÖV, wie Velo- und Fussverkehr soll zu Lasten des motorisierten Individualverkehrs erhöht werden. Der Kanton soll zusammen mit Firmen Kampagnen durchführen, um die Bevölkerung und Pendelnde mehr für nachhaltige Mobilität zu sensibilisieren.

 

10 Jahre Stillstand in der Gleichstellung sind genug

Seit der Kanton Zug im Jahr 2010 die Gleichstellungskommission abgeschafft hat, gehört er im nationalen Vergleich zu den Schlusslichtern im Kampf gegen Geschlechterdiskriminierung. Mit einer Motion fordern Luzian Franzini, Rita Hofer, Tabea Zimmermann Gibson, Andreas Lustenberger und Hanni Schriber-Neiger, dass eine Fachstelle für Gleichstellung geschaffen wird. Lohnungleicheit und die Vereinbarung von Familie und Beruf soll endlich wirksam angepackt werden, und die Wirtschaft bei der Umsetzung der Massnahmen unterstützt werden. 10 Jahre Stillstand sind genug. Die ALG-Fraktion unterstützt diesen Vorstoss geschlossen.