https://kr-geschaefte.zug.ch/gast/geschaefte/1922

Kurzzeitgymnasium und Berufslehre stärken – aber wie?

Die Antwort der Regierung auf unser Postulat läuft auf eine festgeschriebene Quote beim Übertrittsverfahren ins Langzeitgymnasium hinaus. Diese Quote würde das Problem der stets steigenden Übertritte ins Langzeitgymnasium nicht lösen, sondern verlagern. Die Einführung einer Quote lehnen wir deshalb vehement ab. Und wir werden entsprechend hier Nicht-Erheblich-Erklärung beantragen. Es gibt Alternativen zur festgeschriebenen Quote. Sei dies die Konzipierung eines eigenen Weges von der Sekundarschule ins Kurzeitgymnasiums bzw. in die Berufsschule oder gleichwertige Informationen über alle Wege der Berufsbildung bereits auf Primarschulstufe. Damit die Regierung solche und ähnliche Massnahmen prüfen kann, fassen wir einen neuen Vorstoss ins Auge.

Kontakt: Esther Haas / 079 321 01 82

 

https://kr-geschaefte.zug.ch/gast/geschaefte/1948

Rechenschaftsbericht des Obergerichts für das Jahr 2018

Bei allen Visitationen der Zuger Gerichte in den letzten Jahren fiel eine wiederkehrende Feststellung auf: die Arbeitsbelastung ist hoch bis sehr hoch. Da und dort, so zum Beispiel beim Kantonsgericht dringt aber gleichzeitig durch, dass es wohl an personellen Kapazitäten fehle. Klar in Richtung „sehr hohe Belastung“ geht es bei der Jugendanwaltschaft. Es ist durchaus positiv zu werten, wenn sich Richterinnen und Richter gegenseitig aushelfen, sobald in einem Bereich Engpässe entstehen; diese Praxis scheint bei den Zuger Gerichten gut zu funktionieren. Braucht es allerdings spezifisches Fachwissen wie bei der Jugendanwaltschaft, so muss bei stets steigenden Fallzahlen eine personelle Aufstockung ins Auge gefasst werden.

Kontakt: Esther Haas, 079 321 01 82

 

https://kr-geschaefte.zug.ch/gast/geschaefte/1867

Kostenübernahme der Logopädischen Therapie auch für 16 – 20-jährige

Stottern, sich schlecht artikulieren können, Mühe im Ausdruck mit einzelnen Buchstaben (R, S, Sch) davon betroffen sind wenige Schülerinnen und Schüler, die Mehrheit ist der Sprache mächtig. Es handelt sich um wenige Fälle, die mit einer Redeflussstörung betroffen sind und trotzdem braucht es eine Regelung der Kostenübernahme, die speziell 16-20 Jährige betrifft. Während der obligatorischen Schulzeit sind die Unterstützungsmassnahmen bei sprachlichen Schwierigkeiten gewährleistet, d.h. die Kosten werden vollumfänglich durch die Gemeinden übernommen. Defizite lassen sich aber nicht exakt nach 9 Schuljahren abhaken.

Der Übertritt ins Berufsleben bedeutet zugleich das gewohnte Umfeld zu verlassen und sich mit Unsicherheiten in der neuen Umgebung zurecht zu finden. Stress wirkt sich auf ihre sprachliche Situation sehr negativ aus und der Leidensdruck nimmt noch mehr zu. Dies kann ihre Leistung allerdings negativ beeinflussen. Damit der Einstieg ins Berufsleben oder der Wechsel an eine weiterführende Schule gut gelingen kann, sind betroffene Jugendliche auf eine fachliche Unterstützung bei Sprachproblemen angewiesen.

Verschiedene Kantone haben Lösungen erarbeitet (ausser SO, UR und Zug) und übernehmen die Kosten. Aktuell bedeutet es für Betroffene im Kanton Zug, dass sie die Therapie selbst bezahlen müssen oder wenn es die finanzielle Situation nicht zulässt, eben keine Therapie mehr möglich ist. Zukünftig soll hier der Kanton unterstützen – das sieht auch die Regierung so und beantragt Erheblich-Erklärung. Hierfür werden wir uns auch einsetzen.

Kontakt: Rita Hofer, 079 894 42 88

 

https://kr-geschaefte.zug.ch/gast/geschaefte/1974

Geschäftsbericht der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 2018

Die Komplexität der Fälle, mit denen sich die KESB befassen muss und der damit verbundene Aufwand nehmen ständig zu. Bei Erbschaftsfällen mag die Komplexität noch in der Natur der Sache liegen, bei Kinderschutzfällen hingegen geht es um die Schwächsten und Schutzbedürftigsten unserer Gesellschaft, um Kinder. In einem solchen Spannungsfeld zu arbeiten muss per se schwierig sein. Sich zusätzlich mit knappen personellen Ressourcen herumschlagen zu müssen, macht das Ganze noch schwieriger. Für die Zukunft der KESB klärend wirken soll der von der Stawiko an die Regierung ergangene Auftrag, abzuklären, ob die Personalunion von Amtsleitung und Präsidium der KESB zu Problemen führe.

Kontakt: Esther Haas / 079 321 01 82