Zug: Wer kommt, wer geht? (Vorlage 1896)
Zugs Wanderungsbilanz zeigt, dass Menschen mit tieferem Einkommen und Vermögen Zug verlassen. Auch ist Zug im schweizweiten Vergleich zunehmend unattraktiv, da jährlich 3000 aus anderen Kantonen zuziehen, jedoch 4000 wegziehen. Zugs Steuer- und Wachstumspolitik vertreibt Normalverdienende, denn Wohnen und Leben wird immer teurer.
 
Nein zu scheingrüner Städlerwaldbrücke (1915)
Die Mehrheit der Alternativ Grünen Fraktion wird nicht auf diese Vorlage eintreten. Wildtierbrücken müssten 40 Meter breit sein. Die Vernetzung für Schmetterlinge und Insekten durch eine 18 Meter breite Städtlerwaldbrücke bei der Blegi-Kurve in Cham macht ökologisch gar keinen Sinn. Es soll eine normale Fussgängerbrücke gebaut werden. Die 10 Millionen Franken sind statt in ein scheingrünes Projekt in echten nachhaltigen Umweltschutz zu investieren.
 
Nein zum Ausbau Sinserstrasse (1902)
Die AGF lehnt den Ausbau der Sinserstrasse ab. Mit einem politischen Trick wurde der Chamer Stimmbevölkerung ein Mitspracherecht verweigert. Zudem geht es nicht an, dass die Hammer Retex AG, welche den Ausbau mit ihrem Bauprojekt verursacht, damit auch noch durch einen Landverkauf an den Kanton Profit macht.
 
Nein zum neuen Strassenbauprogramm 2004-2011 (1901)
Die AGF lehnt die undurchsichtige, schlecht dokumentierte Verlängerung des Strassenbauprogrammes um 3 Jahre ab. Die Strategie des Regierungsrates strebt eine Verlangsamung des Wachstums im Kanton an, der Antrag der Baudirektion bewirkt das Gegenteil.
 
Ergänzungsleistungen für Familien (1833)
Die AGF bedauert, dass der Regierungsrat die Motion von Bettina Egler und Berty Zeiter nur als Postulat behandeln will, da das Thema im Kanton Zug drängender wird. Sie begrüsst jedoch die Bereitschaft der Regierung, die Situation einkommensschwacher junger Familien näher zu analysieren. Dann muss sie handeln, denn Kinder dürfen nicht zur Armutsfalle werden.
 
Ohne Personal keine Behindertengleichstellung (1887)
Behinderte sollen in ihrem täglichen Alltag so wenig als möglich eingeschränkt werden, dies verlangt das Behindertengleichstellungsgesetz. Nur mit mehr personellen Ressourcen kann der Kanton das Gesetz über soziale Einrichtung umsetzen. Die AGF unterstützt daher den Antrag für mehr Stellen. Sie lehnt den Antrag Schleiss ab, welcher der Regierung die Kompetenz nimmt, Pilotprojekte mit anderen Kantonen durchzuführen – denn solche dienen Leistungs- und Effizienzgewinnen.
 
Mehr kantonale Arbeitsplätze für Menschen mit Leistungseinschränkungen (1951)
Die 5. AHV-Revision besagt: „Eingliederung vor Rente.“ Die Regierung beantragt 8 Arbeitsplätze für Menschen mit Leistungseinschränkungen. Der AGF ist dies zu wenig – der Kanton muss Vorbild sein. Sie unterstützt die Motion Egler, welche 19 Arbeitsplätze (1 % der Angestellten) in der Verwaltung, fordert. Es gibt genügend Arbeiten in der Verwaltung, um diese Menschen beruflich zu integrieren.
 
Zahlbare Krankenkasse dank einheitlicher Grundversicherung (1890)
Obwohl der Regierungsrat die Prämienentwicklung bei den Krankenkassen als beunruhigend einstuft, ist er nicht gewillt, wirksam dagegen vorzugehen. Er lehnt die kostensenkende Einheitsgrundversicherung ab und setzt auf Wettbewerb. Dieser führt bei den Versicherungen zu einem absurden Kampf um „guten Risiken“ mit hohen Verwaltungs- und Werbekosten.
 
Neues Gerichtsorganisationsgesetz (1886)
Wichtig ist, dass mit einem Ja zur „Einräumung von beschränkten Parteirechten im Tierschutzbereich" die Rechte der Tiere gestärkt werden. Weiter unterstützt die AGF die einheitliche Entschädigung der FriedensrichterInnen und spricht sich gegen die Erweiterung der unentgeltlichen Mediation aus, die nur mehr Geld in die Taschen von AnwältInnen spült.
 
Genügend Personal für Gerichte (1958)

Aus dem Rechenschaftsbericht des Obergerichts ist zu entnehmen, dass die Justiz genügend Mittel und Personal benötigt, um schneller arbeiten zu können. Das Wachstum des Kantons und die angespannte Wirtschaftslage führen zu hohen Belastungen bei Staatsanwaltschaft und Gerichten.