Änderung des Kantonsratsbeschlusses über das Strassenbauprogramm 2004 – 2011.
Die AGF unterstützt den Antrag der SP-Fraktion auf die zweite Lesung, dass das Strassenbauprogramm per 2011 abgeschlossen werden soll. Mit den dafür beantragten Krediterhöhungen ist sie einverstanden. – Sollte der SP-Antrag nicht durchkommen, wird die AGF die Vorlage geschlossen ablehnen, da ihr die nötige Transparenz völlig fehlt.
 
Kantonsratsbeschluss betreffend Objektkredit für das Projekt Brücke Städtlerwald, Gemeinde Cham.
Der Baudirektor und treibende Kraft für mehr Einzonungen sowie mehr Strassen gibt vor, sich mit der Städtlerwaldbrücke für eine ökologische Vernetzung einzusetzen. Doch wo grün drauf steht, ist nicht immer grün drin. Die Alternativen – Die Grünen hatten sich für einen 40 Meter breiten
Wildtierkorridor eingesetzt, doch die bürgerliche Ratsmehrheit lehnte ab. Nun soll die Fussgängerbrücke – die sowieso gebaut wird – für über 7 Millionen mit einem 12 Meter breiten Grünstreifen „ökologisiert“ werden. Das ist zu schmal, darum gemäss einhelliger Meinung von Wildtierexperten keine Vernetzung des Lebensraums. Tatsächlich ging es dem Baudirektor nur darum, dass die letzte Einsprache gegen den Autobahnausbau zurückgezogen wurde. Mit der scheingrünen Brücke kommt also die grauschwarze Strasse. Die Alternativen – Die Grünen stellen darum im Kantonsrat den Antrag, stattdessen die 7,2 Millionen für eine wirksame Vernetzung der Lebensräume für Wildtiere im Ennetsee einzusetzen. Nur so würden auch die Tiere im Städtlerwald real profitieren.
 
Kantonsratsbeschluss betreffend Kommission für Chancengleichheit von Frau und Mann.
Für die Alternative Grüne Fraktion ist sonnenklar, dass dem Kanton im Bereich Chancengleichheit weiterhin eine tragende Rolle beigemessen werden muss. Denn die Gleichstellung ist noch lange nicht erreicht: Frauen leisten den grössten Teil der unbezahlten Arbeit, sie verdienen bei gleicher Arbeit immer noch deutlich weniger als Männer. Männer haben auf dem Arbeitsmarkt schlechtere Chancen, (qualifizierte) Teilzeitstellen zu erhalten und können dadurch nur schlecht der Familienarbeit nachkommen. Das Angebot an familienergänzender Kinderbetreuung und Tagesschulen, welche die Gleichstellung fördern würde, entspricht nach wie vor nicht dem Bedarf.
Die Berufswahl beider Geschlechter verläuft noch sehr stereotyp, und auf Kaderebene sind die Frauen nach wie vor stark untervertreten.
Unverständlich und ein Hohn auf die Arbeit der Gleichstellungskommission ist der Antrag der Stawiko auf Nichteintreten.
 
Zahlbare Krankenkasse dank einheitlicher Grundversicherung
Obwohl der Regierungsrat die Prämienentwicklung bei den Krankenkassen als beunruhigend einstuft, ist er nicht gewillt, wirksam dagegen vorzugehen. Er lehnt die kostensenkende Einheitsgrundversicherung ab und setzt auf Wettbewerb. Dieser führt bei den Versicherungen zu einem absurden Kampf um „guten Risiken“ mit hohen Verwaltungs- und Werbekosten.
 
Interpellation der Alternativen Grünen Fraktion betreffend Zuger Wanderungsbilanz – Wer kommt, wer geht?
Zugs Wanderungsbilanz zeigt, dass Menschen mit tieferem Einkommen und Vermögen Zug verlassen. Auch ist Zug im schweizweiten Vergleich zunehmend unattraktiv, da jährlich 3000 aus anderen Kantonen zuziehen, jedoch 4000 wegziehen. Zugs Steuer- und Wachstumspolitik vertreibt Normalverdienende, denn Wohnen und Leben wird immer teurer.
 
Für die Alternativ Grüne Fraktion: Erwina Winiger, Kantonsrätin AGF, Edlibach