Schulgesetz
Keine überhastete Notenreform
Die AGF begrüsst, dass eine Schulung zu Hause weiterhin restriktiv gehandhabt und die Schulpflicht nicht aufgeweicht wird – sonst spielt man extremen Gruppierungen in die Hand, welche die soziale Isolierung ihrer Mitglieder und deren Kinder zum Ziel haben. Positiv ist auch, dass Schulversuche weiterhin mit der Zustimmung der Gemeinde möglich sind und dann renitente Eltern, ihre Kinder nicht in andere Gemeinden zur Schule schicken dürfen. Und wir sind gegen den Vorschlag der Regierung, die künftig keine Personen mit operativen Führungsfunktionen in Schulen im Bildungsrat haben will – das wäre ein enormer Know-how-Verlust. Mit diesem Schulgesetz soll bereits in fünf Monaten die Noten ab 2. Schuljahr eingeführt werden. Wir finden es wichtig, den Schulen und Lehrpersonen mehr Zeit zu geben, diese Reform seriös vorzubereiten. Deshalb stellt die AGF den Antrag, dass das neue Schulgesetz erst ab 1. August 2014 in Kraft tritt. 
Beiträge an Bildungsgänge höherer Fachschulen
Ja zur Stärkung des Bildungsstandorts Zug
Die AGF befürwortet das Konkordat für Fachhochschul-Beiträge. Es stärkt Zug als Standort von heute sieben höheren Fachschulen. Es ermöglicht, die Freizügigkeit aller Studierenden von und nach Zug.
Geothermie
Chancen für mehr Erdwärme nutzen 
Bisherige Untersuchungen zeigen, dass die Schweiz und Zug mässig für die Nutzung von Erdwärme geeignet sind. Dennoch begrüsst die AGF zusätzliche Geothermie-Untersuchungen im Kanton. Die Erschliessung erneuerbarer Energien muss angesichts der Herausforderungen im Energiebereich konsequent weiterverfolgt werden. 
Gebiet Metalli – Bahnhof Zug 
Attraktiverer Aussenraum nötig
Die AGF fordert auch, dass das Gebiet zwischen Bahnhof Zug und Metalli für die Bevölkerung attraktiver wird. Das Umsteigen zwischen Bahn und Bus muss einfacher werden. Die zahlreichen FussgängerInnen und Velofahrenden (Einkauf, Pendeln, Freizeit) müssen sich in diesem Raum hindernisfreier und geschützter vom Autoverkehr bewegen können. Es muss mehr gemacht und schneller umgesetzt werden, als es die Regierung aufzeigt.
Gesundheitsversorgung von Sans-Papiers
Alle haben das Recht auf medizinische Versorgung
Die AGF erachtet es als richtig, dass alle Menschen Zugang zur Gesundheitsversorgung haben. Sans Papiers arbeiten oft für niedrige Löhne, leben unauffällig und regelkonform, um Konfrontationen mit Amtsstellen zu meiden Der Bundesrat erachtet es als sinnvoll, dass möglichst viele Sans-Papiers versichert sind, um zusätzliche Gesundheitskosten zu mindern. 
Querulanten-Datenbank
Nein zu unnötigen Fichen
Die AGF überzeugt die Regierungsantwort, welche zwischen Amtsstellen besser koordinieren will und darum keine speziellen Fichen für Personen mit Konfliktpotenzial anlegt. Eine solche Datenbank birgt ein grosses Missbrauchspotential. 

Gemeindemehr 
Jede Stimme ist gleich viel Wert
Die AGF sagt wie die Regierung Nein zu einem Gemeindemehr bei Verfassungsänderungen analog dem nationalen Ständemehr. Kein Kanton kannte je oder kennt heute eine solche Regelung. Sie wäre auch verfassungswidrig. Vor allem aber würden so die Stimmen des einzelnen Bürgers je nach Wohnort unterschiedlich gewichtet – das ist unfair. 
Autos und Sozialhilfe
Vertrauen in die Gemeinden
Die Regierung zeigt auf, dass die Gemeinden genau darauf achten, welche Vermögenswerte (auch Autos) unter-stützte Personen haben und die Beiträge entsprechend anpassen oder Auflagen machen. Auch finanzieren Ge-meinden keine Autos von Sozialhilfebeziehenden. Ein generelles Autoverbot wie verlangt, ist kontraproduktiv, verhindert es doch auch, dass Personen wieder einer Arbeit oder einem Zwischenverdienst nachgehen können. Die AGF vertraut den Gemeinden, die Sozialhilfe korrekt anzuwenden.
Asylunterbringung 1 
Solidarität unter Gemeinden
Für die Asylunterbringung zahlen Kanton und Bund. Die Unterkünfte werden in Zug ohne grössere Probleme geführt. Ein Verteilschlüssel nach Bevölkerung bestimmt, wie viele Asylsuchende jede Gemeinde aufnimmt. Doch 5 Gemeinden haben eklatant weniger Personen aufgenommen als sie sollten (Neuheim = 0 Personen). Leider führte der Kantonsrat im 2008 bei der Revision des Sozialhilfegesetzes keine Sanktionen ein, um säumige Gemeinden zur Aufnahme zu verpflichten. Darum muss an die Solidarität unter den Gemeinden appelliert werden und die Gemeinden untereinander Gespräche führen. Immerhin: Die Stadt Zug zeigte sich dank dem neuen Stadtrat (Waldheim) und Privatinitiative (Choller) solidarischer und nimmt im Gegensatz zu den Vorjahren heute dem Verteilschlüssel entsprechend genug Personen auf.
Asylunterbringung 2
Beschleunigtes Verfahren
Der Interpellant fordert Internierungslager und schnellere Asylverfahren. Beides ist Kompetenz des Bundes, nicht der Kantone. Es gilt, die Mittel von Beuge- und Durchsetzungshaft sowie regulärer Haft bei Straffälligkeit gemäss unserem Rechtsstaat zu nutzen. Das passiert in Zug. Die Haftdauer von sogenannt renitenten Personen mit Status NAE/NEE (Ablehnung oder Nichteintreten auf Gesuch) soll aufgrund einer gerichtlichen Verurteilung bestimmt werden – es darf künftig zu keinen unbefristeten Internierungen angeordnet durch Ämter (statt Gerichte) kommen. Die AGF unterstützt die Reformen von Bundesrätin Sommaruga für ein beschleunigtes Asylverfahren – zum Beispiel durch spezielle Asylzentren (die Stadt Zürich hat sich für das Pilotprojekt gemeldet). Dies nachdem alt Bundesrat Blocher das Bundesamt für Migration runter gewirtschaftet hatte.
Informatik
IT-Organisation überdenken
Der Regierung zeigt in seiner Antwort auf, wie komplex gerade neue IT-Projekte sind und dass der Kanton dennoch eine höhere „Erfolgsquote“ hat, als die Privatwirtschaft. Dennoch sind Projektstopps ganau zu hinterfragen: Regierung und Gemeinden übernehmen gemäss regierungsrätlicher Interpellationsantwort gemeinsam die politische und rechtliche Verantwortung für den (sinnvollen) Projektstopp ISOV-System Einwohnerkontrolle. Die AGF fordern den Regierung und insbesondere den fürs Amt für Informatik ver-antwortlichen Finanzdirektor auf, die IT-Organisation im Hinblick auf künftige interdisplinäre und/oder kantonsübergreifende Projekte zu überprüfen und allenfalls die Informatikstrategie anzupassen.
  
Alternativ-Grüne Fraktion
Stefan Gisler, Fraktionschef