Fraktionsbericht Alternative – die Grünen (ALG)
für den Kantonsrat vom 27. Oktober 2016

 

Gesetzesinitiative für bezahlbaren Wohnraum von Junge Alternative Zug und JUSO JungsozialistInnen – Vorlage 2565

Zu wenig preisgünstiger Wohnraum

Trotz unseriöser Zauberstatistik der Regierung: Fakt ist, dass sich viele Zugerinnen und Zuger im angespannten Wohnungsmarkt keine Bleibe mehr leisten können und den Kanton verlassen müssen. Insbesondere Familien und Junge sind Opfer der «Entzugerung», welche einige gesellschaftliche Probleme mit sich bringt. Die Alternativen – die Grünen befürworten auch in 2. Lesung mit Überzeugung diese Gesetzesinitiative.

Andreas Lustenberger (076 523 80 38)

 

 

KRB betreffend Integrationsklassen auf der Primarstufe für Kinder aus dem Asyl- und Flüchtlingsbereich – Vorlage 2644

Erster wichtiger Schritt: Integrationsklassen auf der Primarstufe

Der Regierungsrat hat erkannt, dass die Integration von Kindern aus dem Asyl- und Flüchtlingsbereich eine zusätzliche Belastung für die Regelklassen bedeutet. Die Integrationsklasse ist spezifisch auf die Primarstufe ausgerichtet und wird an einem zentralen Ort geführt. Was nun noch fehlt ist die Oberstufe: Die ALG ist der Meinung, dass die Oberstufe mit dem anschliessenden Übertritt in die Berufslehre oder weiterführenden Schulen mittelfristig zwingend mitberücksichtigt werden muss.

Rita Hofer (079 894 42 88)

 

 

Interpellation von Andreas Lustenberger betreffend Lieferkettenverantwortung durch in Zug ansässige Rohstoffunternehmen und deren Tochtergesellschaften wie etwa die BASF  Metals GmbH – Vorlage 2614

Lieferkettenverantwortung nicht vorhanden

Der Rohstoffbericht des Bundes hat deutliche Regulationslücken diagnostiziert. Freiwillige Arbeits- und Sozialstandards sind keine Lösung, da deren Verletzung weder überwacht noch sanktioniert werden kann. Es braucht zwingend verbindliche Regulierungen für die gesamte Lieferkette. Der Kanton Zug sollte sich dafür auf nationaler Ebene stark machen.

Andreas Lustenberger (076 523 80 38)

 

 

Postulat betreffend volle Unterrichtsbefähigung der Absolventen der PH (Pädagogische Hochschule) Zug für alle Fächer (sprich: Ausbildung von Generalisten als Primarlehrer) – Vorlage 2348

Allrounder statt Spezialisten: Unterrichtsbefähigung der PH-Absolventen

Die Abgänger der Pädagogischen Hochschule waren bis vor kurzem nicht mehr in allen Fachgebieten auf der Primarstufe „einsatzfähig“. Bei den realen Stellenbesetzungen war dann dieses Konzept nicht mehr so tauglich. Jene Lehrperson mit dem exakt richtigen Stellenprofil zu finden war eine Herausforderung. Die postulierte Anpassung knüpft an die Realität an und ermöglicht eine etwas flexiblere Auswahl der Lehrpersonen bei der Stellenbesetzung und dies über die Kantonsgrenzen hinaus.

Rita Hofer (079 894 42 88)

 

Kantonsratsbeschluss betreffend Anpassung des kantonalen Richtplans L 4.3 Wälder mit besonderer Naturschutzfunktion; V 3.3 Kantonsstrassen; V 10 Kantonales Wanderwegnetz; Entlastungsprogramm 2015–2018 Massnahmen 2.22a, IR 5.12 und 5.08 – Vorlage 2596

Anpassung Richtplan: Keine Ausdünnung des Zuger Wanderwegnetzes

Wandern und Spazieren ist bei der Bevölkerung sehr beliebt und erst noch gesund. Die Fraktion der Alternativen – die Grünen will keine Ausdünnung des Zuger Wanderwegnetzes um einen Drittel und unterstützt die Raumplanungskommission. Ein attraktives Wandernetz bedeutet Lebensqualität und Erholung direkt vor der Haustür. Aus Sicht der ALG ist es falsch, aufgrund einer verfehlten Finanzstrategie hier zu sparen.

Ebenfalls aus Spargründen wollte die Regierung die drei Waldnaturschutzgebiete Littibachtobel, Lorzentobel und Eggbärneren aus dem Richtplan streichen, nur weil sie noch nicht unter Vertrag sind. Dies kann die ALG nicht nachvollziehen und unterstützt ebenfalls die Kommission. Nachhaltig bewirtschaftete Wälder leisten einen deutlichen Beitrag zur Biodiversität und zum Klimaschutz. Die ALG wehrt sich gegen die massiven Verschlechterungen zulasten von Mensch und Natur.

Hanni Schriber (041 790 33 21)

 

 

Interpellation von Ralph Ryser, Karl Nussbaumer und Thomas Werner betreffend Bundesasylunterkunft Gubel und die Auswirkungen auf die Zuger Bevölkerung – Vorlage 2620

Asylzentrum Gubel

In der Interpellationsantwort wird die Vernetzung der Verantwortlichen ersichtlich. Sie zeigt, wie wichtig eine gute und konstruktive Zusammenarbeit ist. Gemäss Aussagen gibt es keine Verschlechterung der Sicherheit. Die Antwort der Regierung bestätigt die Qualität der geleisteten Arbeit und dass vieles vorausschauend und richtig gemacht wurde. Trotz den teils schwierigen Umständen ist es der zuständigen Regierungsrätin Manuela Weichelt zusammen mit ihren Mitarbeitenden gelungen, für einen geordneten und sicheren Umgang zwischen den Asylsuchenden und der Bevölkerung zu sorgen.

Rita Hofer (079 894 42 88)

 

 

 

Für die Fraktion der Alternativen – die Grünen

Anastas Odermatt, Fraktionschef

079 786 11 43, mail@anastas-odermatt.ch