Unser Fraktionsbericht nimmt zu den wichtigsten Vorlagen der kommenden Kantonsratssitzung Stellung.

Anpassungen Richtplan
Kein Kulturlandverschleiss für weitere Strassen
  
Anpassungen im kantonalen Richtplan sind mit Vorsicht zu geniessen, sollte doch gerade im Platz begrenzten Zug nicht weiteres Kulturland zubetoniert werden. Pro Tag verliert die Schweiz 8 Fussballfelder an Natur- und Landwirtschaftsfläche, versiegeltes Land ist für immer verloren. Die vorliegenden Änderungen im Bereich der Energie oder der Natur im Siedlungsgebiet machen Sinn, (sind zum Teil leider an einige Verschlechterungen geknüpft). Die Alternativen-die Grünen Fraktion verlangt die Streichung des Neubau Autobahn-Halbanschlusses Steinhausen mit Verbindung nach Zug (General-Guisan-Strasse) oder nach Baar (Kreisel Nordzufahrt). Auch Streichung der direkten Erschliessung Industriegebiet Rotkreuz und Bösch, da dies kein Mehrwert sprich Verkehrsberuhigung für ganz Holzhäusern ergibt. Wir fordern keinen weiteren Ausbau von Autostrassen, der nur weiteren Mehrverkehr und Steigerung der Luftbelastung bringt.
 
 
Lehrpersonalgesetz
Reduktion der Lektionen gerechtfertigt
 
Der Kernpunkt des Lehrpersonalgesetzes ist die Reduktion der Unterrichtsverpflichtung. Die ALG unterstützt eine Reduktion sowohl auf Primar- (neu 29 Lektionen) als auch auf Sekundarstufe (neu 28 Lektionen) um eine Lektion. Die Aufgaben für Lehrpersonen wurden im Zuge von verschiedenen Reformen ständig ausgeweitet. Auch die Ansprüche von Eltern und Wirtschaft tragen zur grösseren Arbeitsbelastung bei. Seit den 1980er Jahren wurde den Lehrpersonen die Reduktion versprochen. Die gestiegenen Forderungen an die Lehrpersonen lassen sich nur mit einer Reduktion der Unterrichtsverpflichtung bewältigen. Ebenso begrüssen wir eine Anhebung beim Vollpensum für Kindergartenlehrpersonen auf 29 Lektionen.
 
 
Vorstösse zum Denkmalschutz
Baudenkmäler nicht nur dem Renditedenken unterordnen
 
Die Regierung stellt sich gegen die Forderung der Motionäre, dass künftig die Unterschutzstellung eines Objekts gegen den Willen der Eigentümerschaft nicht mehr möglich sein soll. Die ALG unterstützt die Absicht der Regierung. Idealerweise erfolgt die Unterschutzstellung von Bauten einvernehmlich, im schlechtesten Fall muss der Kanton auch künftig die Möglichkeit haben, diese gegen den Willen der Eigentümer unter Schutz zu stellen. Baudenkmäler tragen viel bei zur Identitätsbildung der Bevölkerung mit der Heimat. Wir sind stolz auf Bauten wie den Zytturm oder die Burg, welche nur dank dem Engagement der Zuger Denkmalpflege in den 1970er Jahren vor dem Abriss gerettet werden konnte. Wichtige Zeitzeugen einer Epoche müssen für die nachkommenden Generationen erhalten werden. Es wäre schlecht um unsere Kultur bestellt, wenn nur noch das Renditedenken das Mass aller Dinge ist.
 
 
Im Namen der ALG-Fraktion,
Andreas Hürlimann, Kantonrat