Postulat von Ivo Egger, Stéphanie Vuichard, Hanni Schriber-Neiger, Andreas Lustenberger betreffend eines klimaneutralen, kantonalen Gebäudeparks des Kantons Zug vom 10. September 2019

 

Der Regierungsrat wird aufgefordert, seine Neu-, Ersatzbauten sowie Sanierungen CO2-neutral zu realisieren und zu bewirtschaften. Der CO2-Überhang, welcher trotz des Einsatzes entsprechender Baumaterialien und Bautechnologien in der Erstellung sowie hinsichtlich Energieeffizienz und erneuerbarer Energieträger im Betrieb resultiert, soll CO2-neutral kompensiert werden.

 

Begründung:

Der Gebäudepark der Schweiz ist für rund 40 Prozent des Energiebedarfs und rund die Hälfte der CO2-Emissionen verantwortlich. Immer mehr Unternehmen erkennen die Notwendigkeit, ihre Firmen klimaneutral zu positionieren, aus Verantwortung für die Umwelt, aber auch für die kommenden Generationen. Auch der Bundesrat hat am 28. August 2019 entschieden, dass die Schweiz bis 2050 klimaneutral sein muss. Der Kanton Zug soll bezüglich der Klimaneutralität mit gutem Beispiel vorangehen und seinen künftigen Gebäudebestand CO2-neutral betreiben. Um dies zu erreichen, steht ihm ein breiter Fächer von möglichen Massnahmen zur Verfügung. So kann er

  1. mit CO2-optimierten Baumaterialien wie Schweizer Holz bauen,
  2. Baumaterialien aus der Region verbauen, die weniger Transporte verursachen,
  3. so energieeffizient bauen, dass die Gebäude im Betrieb viel weniger Energie verbrauchen und
  4. für den Betrieb auf erneuerbare Energie setzen und erneuerbare Energie über den eigenen Bedarf hinaus selbst produzieren.

Können Neu-, Ersatzbauten sowie Sanierungen nicht CO2-neutral realisiert und bewirtschaftet werden, sind die CO2-Überschüsse durch regionale oder mindestens nationale Investitionen z.B. in der Forst- oder Landwirtschaft (Biodiversitätsförderung, Humusaufbau) kompensiert werden.