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Fussgängerstreifen zum Schutz der Schwächeren

Weshalb hat man Fussgängerstreifen erfunden? Um die schwächeren Mitglieder unserer Gesellschaft in Verkehrssituationen zu schützen. Die älteren BewohnerInnen des Alterszentrums Frauensteinmatt und ihre oft auch älteren BesucherInnen sind auf diesen Schutz angewiesen. Die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel ist teils schon eine grosse Herausforderung. Die Forderung nach einem Fussgängerstreifen bei der seeseitigen Bushaltestelle Theater Casino ist berechtigt. Nicht mehr so agile Leute wollen verständlicherweise möglichst wenig umsteigen und auf direktestem Weg zu ihrem Ziel gelangen. Um dem grössten Verkehrsstress aus dem Weg zu gehen, sind sie eher nicht zu Hauptverkehrszeiten unterwegs. Ein pingeliges Pochen auf den offiziellen Richtlinien bezüglich Massnahmen beim Querungsbedürfnis bei der betreffenden Bushaltestelle wirkt arrogant und/oder ignorant. Auch die Hinweise auf bauliche Herausforderungen zeigen vor allem Handlungswiderwillen. Lösungsorientiert wäre es viel eher, wenn der Kanton eine Mittelinsel erstellen, die Radstreifen beibehalten und die Strasse an diesem Ort verschmälern würde. Autofahrende könnten wohl gut darauf verzichten, auf jenen Metern jederzeit Velofahrende überholen zu können, da dies zu Gunsten der älteren ZugerInnen geschehen würde. Diese bekämen so jedoch den für sie nötigen Schutz, um möglichst lange aktiv und unabhängig bleiben zu können.

Tabea Zimmermann Gibson, Gemeinderätin und des. Kantonsrätin, Zug