Leserbrief von Martin Stuber, Kantonsrat Alternative – die Grünen, Zug

Der Artikel in der Neuen Zuger Zeitung über den Schutz des Guggihügels vor einer Überbauung zeigt eigentlich sehr gut, worum es bei den nächsten Wahlen in der Stadt Zug schlussendlich geht. Wollen wir einen Stadtrat und ein Parlament, welches ziemlich systematisch private Einzelinteressen über alles stellen oder soll das Gemeinwohl im Vordergrund stehen? Ich habe die alten Unterlagen der Guggivorlage hervorgeholt und gestaunt: die stadträtliche Anti-Guggischutz-Vorlage ist damals in den beiden GGR-Kommissionen einstimmig durchgegangen. Das Stimmvolk hat es dann zum Glück ganz anders gesehen. Damals gab es weder Alternative Grüne noch CSP im Grossen Gemeinderat… Und es war wohl kein Zufall, dass der Guggi-Initiant Andreas Bossard später als erster CSP-Stadtrat gewählt worden ist. Oder ich erinnere an die Abstimmung über das alte Kantonsspitalareal, wo das Stimmvolk eine Vorlage versenkte, welche vor allem der Profitmaximierung diente. Die einzigen Parteien gegen diese Vorlage waren damals Alternative – die Grünen und die Christlichsozialen. Heute sind (fast) alle froh, dass es so herausgekommen ist. Die Stadt sähe heute anders aus, wenn FDP, CVP und SVP – leider nur allzu oft sekundiert von der GLP – das alleinige Sagen hätten. Mit Ihrer Einheitsfront von fünf bürgerlichen Kandidaten (Ja – alles Männer…) wollen diese drei Parteien zu diesem Zustand zurück. Wollen wir das?
 
Martin Stuber,
Kantonsrat Alternative – die Grünen, Zug