Forumsbeitrag zur Berichterstattung in der Neuen Zuger Zeitung vom 5. Februar

Noch sind wir auf dem Lande. Da ist die Umsetzung zur Gleichstellung in den Köpfen teilweise noch nicht angekommen. Anders kann ich mir die Aussage von SVP-Präsident Markus Hürlimann zum Stelleninserat der Regierungsrätin Weichelt nicht erklären. Die Regierungsrätin auf der Suche nach einer Generalsekretärin schreibt, dass bei gleicher Qualifikation eine Frau bevorzugt werde. Der SVP Präsident dazu‚ das entspreche nicht der Gleichstellung‘.
 
Das Stelleninserat entspricht exakt den Gleichstellungsbemühungen von Bund und Kantonen und verschiedenen Schweizer Städten, die explizit auch in der Verwaltung eine höhere Anzahl Frauen, auch in Kaderpositionen möchten. Wer die Zahlen aus dem Kanton Zug kennt, weiss dass Handlungsbedarf besteht.
 
Die Stadt Zürich hat im letzten Jahr die Motion zur Schaffung einer Frauenquote für Kaderstellen in der Verwaltung überwiesen (angestrebt wird mit einer Übergangsfrist der Anteil von 35% Frauen). Die Stadt Basel hat dies 2009 im Parlament abgesegnet und schreibt die Quote ins Gesetz.
 
Gerne in Zug auch 2014 noch ohne Quote, aber dann doch mir einem echten Bemühen, die Gleichstellung tatsächlich zu fördern. Manuela Weichelt macht es vor. Braucht es dazu eine Frau Regierungsrätin oder fehlt uns im Kanton schlicht die Gleichstellungskommission?
 
 
Marianne Aepli,
Menzingen