Glencore-GV 28. April 2022 im Casino Zug

Gemeinsam mit internationalen Gewerkschafter:innen und diversen NGOs protestiert die ALG vor der heutigen Generalversammlung der Glencore. Die Alternativen-die Grünen kritisieren die engen Verbindungen des Rohstoffkonzerns zu Russland.

Der kürzlich zurückgetretene CEO Glasenberg hatte von Putin im April 2017 den Freundschaftspreis der Russischen Föderation erhalten. Es war der Dank für Abermilliarden, die Glencore 2016 in den Staatskonzern Rosneft gesteckt hatte um damit den Staatsbankrott abzuwenden. Weiter ist Glencore mit 11% an der russischen EN+-Gruppe beteiligt, welche wiederum Anteile am grössten russischen Minenkonzern Norils Nickel hält. Diese Firma mit Niederlassung in Zug wird kontrolliert vom Oligarchen und ehemaligen russischen Vizepräsidenten Wladimir Potanin.

Nachdem die Glencore Mitte März angekündigt hatte, ihre Beteiligungen an Rosneft und EN+ zu überprüfen, hält sie nun an ihren Russland-Investitionen fest. Die ALG fodert Glencore dazu auf, jegliche Wirtschaftsbeziehungen mit dem russischen Staat zu beenden und jeglichen Geldfluss in Putins Kriegskasse zu stoppen. «Es ist entscheidend, dass Rohstofffirmen des russischen Staates gestoppt und sanktioniert werden. Dafür soll die Zuger Regierung in Bundesbern lobbyieren.», betont ALG-Kantonsrat Luzian Franzini.

Ironischerweise fand die heutige Generalversammlung im gleichen Zuger Casino statt, in dem der russische Staatspräsident Wladimir Putin am 12. Oktober 2002 im vierten Jahr des Tschetschenienkrieges einen Friedenspreis erhielt.  Begleitet wurde der ALG-Protest von weiteren Protestgruppen, insbesondere von Gewerkschafter:innen aus Kolumbien und Peru. Sie protestieren gegen verschlechterte Arbeitsbedingungen in Glencore-Minen und der Aushöhlung von Gesamtarbeitsverträgen.

Kontakt:
Luzian Franzini, ALG Kantonsrat, 079 781 77 36