Unter dem Titel „Millionenflop im Visier“ ist in der Neuen Luzerner Zeitung folgendes zu lesen: „Das elektronische Führungssystem verschlingt mehr als 700 Millionen. Für was es gebraucht wird, ist eine offene Frage. Nun will VBS-Chef Ueli Maurer Klarheit.“ (22.10.2010)  Die ersten beiden Tranchen im Gesamtwert von 700 Millionen Franken wurden von den Grünen geschlossen und von der SP grossmehrheitlich abgelehnt. Wäre auch die SVP dagegen gewesen, wäre es gar nie zum Millionenflop gekommen. Als Sprecher der jeweiligen Minderheiten brachte ich beispielsweise am 6. Juni 2007 genau jene Einwände vor, die sich nun bestätigt haben:
 
„Das FIS-Heer dient wesentlich der Militarisierung der inneren Sicherheit. So soll diese Kriegstechnologie an der Euro 08 eingesetzt werden.  Zusätzlich soll das FS-Heer im Ausland – vorwiegend im Rahmen von Nato-Operationen – seinen Militärdienst leisten. Darüber hinaus sprechen die folgenden Argumente für eine Ablehnung:
 
– weder im Irak-Feldzug noch im Libanon-Krieg hat sich die „Digitalisierung der Streitkräfte“ bewährt;
 
– besonders fragwürdig ist dieses hochkomplexe System für eine Milizarmee, schliesslich wurde es ursprünglich für eine reine Berufsarmee entwickelt;
 
– Wenig Vertrauen erweckend ist auch die technologische Zuverlässigkeit, wurde doch der 1. Ausbauschritt erst vor einem Jahr beschlossen;
 
– es besteht die Gefahr, dass das FIS-Heer bald veraltet sein könnte;
 
– Die finanzielle Dynamik dieses Projektes ist alles andere als Vertrauen erweckend; vergessen wir nicht, dass das ganze System gegen 2 Milliarden Franken kostet.
 
– Ein Teil der Software stammt von der israelischen Firma Tadiran. Es ist falsch, mit einem Staat Rüstungszusammenarbeit zu betreiben, welche das Völkerrecht und die Menschenrechte systematisch verletzt;
 
– Schliesslich können die 278 Millionen Franken für Gescheiteres verwendet werden.“
 
 
Josef Lang, Nationalrat Zug