Bei der kantonalen Abstimmung geht es darum, ob nur Mundart oder wie es der Gegenvorschlag will bereits auch etwas Hochdeutsch im Kindergartenunterricht gesprochen, gesungen und gehört werden kann. So war es bisher und soll aus meiner Sicht weiterhin so bleiben. Es ist für die Kinder nur von Vorteil, wenn sie frühzeitig mit unserer deutschen Schriftsprache in Kontakt kommen. Es handelt sich also bei dieser Abstimmung um eine Bildungsfrage und um Sprachkompetenz und nicht um die vermehrte Förderung von Mundart und Traditionen.

Die Mundart ist unsere Alltagssprache, ist gut verankert und wird überall in den verschiedensten Dialekten gesprochen. Die Pflege der Mundart gehört zur täglichen Aufgabe unserer ganzen Gesellschaft und passt sich immer wieder der Zeit an. Hochdeutsch kommt hauptsächlich in der Schule zur Anwendung und begleitet uns durch das ganze Leben auf vielen Gebieten. Es gibt also gute Gründe beide Sprachen, Mundart und Hochdeutsch, bereits im Kindergarten passend anzuwenden. Stimmen Sie bitte 2x dem Gegenvorschlag zur Mundartinitiative zu.

 

Hanni Schriber-Neiger,

Kantonsrätin Alternative Grüne Fraktion, Rotkreuz

Lesebrief – 1. September 2016

Abstimmung: Nur Mundart im Kindergarten