Medienmitteilung zur Volksinitiative „Wohnen in Zug für alle“

Das Initiativkomitee startet am 12. Mai 2012 seine Abstimmungskampagne zur Volksinitiative "Wohnen in Zug für alle". An mehreren Wochenenden bis Mitte Juni sollen Zugerinnen und Zuger im "Wohnzimmer in der Stadt" über die Anliegen der Initiative orientiert werden, damit sie am 17. Juni 2012 ein beherztes Ja in die Urne legen.
 
Die von der SP der Stadt Zug lancierte und von den Alternativen – die Grünen, der CSP und vom Mieterinnen- und Mieterverband Kanton Zug unterstützte Volksinitiative kam mit rund 1’200 Stimmen solid zustande. Den Zugerinnen und Zugern brennt das Thema unter den Nägeln. Das Komitee geht davon aus, dass das Stimmvolk die Anliegen der Initiative an der Urne breit unterstützen wird. Der Stadtrat ist von der Volksinitiative ebenfalls überzeugt und empfiehlt sie zur Annahme.
 
Zahlbarer Wohnraum in Zug ist rar
Die zahlreichen Gespräche auf der Strasse bestätigen, dass viele Zugerinnen und Zuger unter dem knappen und sehr teuren Wohnungsangebot leiden. Selbst für die solide Mittelschicht ist es schwierig, in Zug eine bezahlbare Wohnung zu finden. Durch den teuren Wohnungsmarkt werden junge Familien aber auch alteingesessenen Zugerinnen und Zugern finanziell ausgegrenzt und damit aus unserer Stadt verdrängt. Dies ist heute bittere Realität. Diese Entwicklung muss endlich gestoppt werden!
 
Wohnen muss sich wieder an den Menschen und nicht bloss am Markt orientieren
Die Lebensqualität in der Stadt Zug steht und fällt mit ihren Bewohnerinnen und Bewohner. Nur wenn die soziale Durchmischung stimmt, bleibt Zug lebendig und lebenswert. Dazu braucht es zahlbaren Wohnraum. Unsere Stadt darf nicht nur noch Gutverdienenden und Vermögenden offen stehen. Die Initiative sorgt mit ihrem politischen Dauerauftrag dafür, dass «Einheimische» auch morgen und übermorgen noch in ihrer Heimatstadt wohnen können!
 
Ziele der Initiative
Die Volksinitiative «Wohnen in Zug für alle» schafft die Grundlage dafür, dass weiterhin alle Bevölkerungsschichten bei uns Platz haben. Sie weist die Stadt an, durch geeignete Massnahmen dafür zu sorgen, dass zahlbarer Wohnraum erhalten, geschaffen und gefördert wird. Es sollen Wohnbaugenossenschaften und andere gemeinnützige Bauträger bei der Landbeschaffung unterstützt werden. Zudem sollen finanzielle Zuschüsse für die Erstellung und die Renovation von preisgünstigem Wohnraum gewährt werden. Sodann sollen die Zonen für den preisgünstigen Wohnungsbau erweitert werden. Wie diese verbindlichen Ziele umzusetzen sind, können der Stadtrat und der Grosse Gemeinderat bestimmen. Die Zuger Politik hat bei der Ortsplanungsrevision 2009 mit den erwähnten Zonen für preisgünstigen Wohnungsbau gezeigt, dass sie zu kreativen Lösungen fähig ist, die schweizweit Beachtung finden. Mit der Annahme der Volksinitiative «Wohnen in Zug für alle» wird in Zug ein weiterer Meilenstein für den zahlbaren Wohnraum und damit für eine durchmischte und lebenswerte Stadt gesetzt!
 
"Wohnzimmer in der Stadt"
Das Initiativkomitee schlägt sein "Wohnzimmer in der Stadt" auf. An folgenden Samstagen können sich Zugerinnen und Zuger direkt bei den Initianten über die Ziele der Initiative informieren, über die Wohnsituation in Zug diskutieren und auch persönliche Anliegen einbringen. Ein Besuch lohnt sich, ein Muss für all jene, denen das Wohnen in unserer Stadt am Herzen liegt!
 
– Samstag, 12. Mai 2012 , 09.00 -14.00 Uhr, auf dem Bundesplatz
– Samstag, 19. Mai, 09.00 -12.00 Uhr, auf dem Landsgemeindeplatz
– Samstag, 9. Juni 2012, 10.00 -16.00 Uhr, auf dem Bundesplatz
 
Pressetermin
 
– Samstag, 12. Mai 2012 , zwischen 10.00 und 11.00 Uhr, auf dem Bundesplatz
 
Kontaktpersonen des Initiativkomitees:
Urs Bertschi
, Co-Präsident MV Zug und Gemeinderat SP Stadt Zug
Stefan Gisler, Kantonsrat, Alternative – die Grünen Stadt Zug
Karin Hägi, Präsidentin SP Stadt Zug und Gemeinderätin
Monika Mathers, Gemeinderätin CSP Stadt Zug