Leserinnenbrief zur Abstimmung über das Integrationsgesetz im Kanton Zug

Ende August durften wir in unserer Gemeinde die 10-jährige Partnerschaft Amaroni mit Risch feiern. Im Festakt war viel von Integration und Freundschaften die Rede unter dem Motto: „Nicht nur Freunde, etwas mehr.“ Vor mehr als 50 Jahren fanden die Süditaliener auch in die Zentralschweiz Arbeit, die bei uns vor allem im Bausektor gebraucht wurden. Einige davon sind wieder in ihre Heimat zurückgekehrt und einige sind heute noch hier. Obwohl diese Migranten schon viele Jahre hier sind, sprechen sie zum Teil immer noch schlecht Deutsch. Dies will der Kanton jetzt bei den Kindern mit sprachlicher Frühförderung bereits im Vorschulalter unterstützen. Durch eine Koordinationsstelle arbeiten Kanton, Gemeinden und nichtstaatliche Organisationen verstärkt zusammen. Damit können teure Doppelspurigkeiten vermieden und Kräfte gebündelt werden. 
 
Heute möchten wir, dass die Zugewanderten – auch die Expats – aus der ganzen Welt mit ihren Familien sich besser orientieren und auch hier Fuss fassen. Eine aktive Integration trägt zum friedlichen Zusammenleben aller bei, wo Rechte und Pflichten wahrgenommen werden. So können bald andere Migranten und nicht nur Amaronesi sagen: “Nicht nur Freunde, etwas mehr.“ Stimmen Sie bitte am 22. September Ja zum Integrationsgesetz.  
 
 
Hanni Schriber-Neiger,
Kantonsrätin Gleis 3 Alternative Risch Rotkreuz